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Symbolbild Gesundheit © REDPIXEL
Symbolbild Gesundheit © REDPIXEL

Gesundheit und Lebenswelten

Das Verständnis von Gesundheit hat sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv gewandelt. Lange Zeit wurde Gesundheit in erster Linie als die bloße Abwesenheit von Krankheit verstanden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verhalf einem positiven Begriffsverständnis zum Durchbruch: Gesundheit wird als ein Zustand des umfassenden körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens verstanden.

In der „Ottawa Charta“ von 1986 beschreibt die WHO grundlegende Voraussetzungen für Gesundheit, die im gesellschaftlichen Zusammenleben entstehen. Dazu zählen: Friede, Unterkunft, Bildung, Nahrung, Einkommen, ein stabiles Wirtschaftssystem, soziale Sicherheit und Gerechtigkeit, nachhaltige Nutzung von Ressourcen, die Achtung der Menschenrechte und Chancengleichheit. Ebenso spielen die Gesundheitsversorgung, die Arbeitsbedingungen oder das Gemeinschaftsleben und soziale Kontakte eine wichtige Rolle. Es gibt aber auch individuelle Einflussfaktoren auf den Gesundheitszustand eines Menschen. Sie können einerseits angeboren oder nicht veränderbar sein – dazu zählen z.B. Geschlecht oder Alter – andererseits können sie von den persönlichen Lebensgewohnheiten abhängen und somit sehr wohl verändert werden.

Gesundheitsdeterminanten

Die Gesundheit hängt von einer Vielzahl verschiedener Faktoren ab. Lebensgewohnheiten, Umweltbedingungen und soziale Beziehungen sind Faktoren, die unsere Gesundheit wesentlich beeinflussen. Expertinnen/Experten bezeichnen diese Einflussfaktoren auch als Gesundheitsdeterminanten. Die einzelnen Faktoren lassen sich zu fünf Gruppen zusammenfassen – von individuellen bis hin zu gesellschaftlichen Einflussfaktoren. 

Hinweis Mehr Informationen zu Gesundheitsförderung im Kindergarten, in der Schule, im Beruf sowie zu gesundem Altern finden Sie unter Gesunde Lebenswelten.

Gesunde Verhältnisse & gesundes Verhalten

Die Gesundheitsförderung betrachtet den Menschen und seine Gesundheit ganzheitlich und zielt auf jene Faktoren ab, die verändert oder beeinflusst werden können.

Gesundheitsförderung verfolgt das Ziel, gesunde Lebensbedingungen zu schaffen. Einzelne Personen und Gemeinschaften sollen unterstützt werden, ein Leben in Gesundheit führen zu können. Dabei geht es sowohl um äußere Verhältnisse, z.B. Bildung, Arbeitssituation, Verkehr oder Umweltbelastungen, als auch um individuelles Verhalten, das sich in der Lebensweise und im Lebensstil niederschlägt. So sind die positiven Auswirkungen von regelmäßiger körperlicher Aktivität oder einer ausgewogenen Ernährung auf die Gesundheit genauso wie die schädlichen Folgen des Rauchens unumstritten.

Armut, schlechte Bildung und soziale Benachteiligung belasten die Gesundheit der Menschen. Vor allem das Zusammenwirken dieser Faktoren bedeutet nach wie vor oft auch einen schlechteren Gesundheitszustand. Daher legt die Gesundheitsförderung besonderes Augenmerk auf benachteiligte oder sozioökonomisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen mit dem Ziel, ihre Gesundheitschancen zu verbessern.

Gesundheitsförderung findet in Lebenswelten (Settings) statt. Das sind Orte oder soziale Gruppen, in denen sich der Alltag von Menschen abspielt und die einen wichtigen Einfluss auf ihre Gesundheit haben. Dazu zählen z.B. Arbeitsplatz, Wohnumfeld, Schule oder Freizeiteinrichtungen.

Schwerpunkte der Gesundheitsförderung

Die „Ottawa Charta“ der WHO gilt weltweit als wichtige Grundlagenarbeit für Aktivitäten der Länder im Bereich der Gesundheitsförderung. Maßnahmen sollen demnach in fünf Handlungsfeldern gesetzt werden:

  • Entwicklung einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik,
  • Schaffung von gesundheitsförderlichen Lebenswelten,
  • Unterstützung von gesundheitsförderlichen Gemeinschaftsaktionen,
  • Entwicklung von persönlichen Kompetenzen sowie
  • Neuorientierung von Gesundheitsdiensten.

In Österreich ist per Gesetz der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) mit der Förderung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung betraut und als Kontakt und Informationsstelle tätig.

Weitere Informationen:

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