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Sommerhitze: Tipps für den Arbeitsalltag

Thermometer im Sand © Thaut Images
Thermometer im Sand © Thaut Images
31.07.2020

Während Sommer für viele Urlaub bedeutet, bringt die Hitze für all jene, die arbeiten müssen, erschwerte Arbeitsbedingungen oder sogar Gesundheitsgefahren mit sich. Egal ob im Freien, im Büro oder von zuhause aus: Folgende Tipps der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) helfen dabei, in der Sommerhitze gesund und sicher durch den Arbeitsalltag zu kommen.

Hohe Temperaturen bedeuten für zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Leitungsfähigkeit. Ohne Sonnenschutz können UV-Strahlen der Sonne über die Dauer ganzer Arbeitstage zu massiven Schäden an Haut und Augen führen. Die Schäden können von Sonnenbrand bis Hautkrebs, von einer Entzündung der Horn- und Bindehaut bis zu einer Schädigung der Netzhaut reichen.

Darüber hinaus hat der Körper im Sommer aufgrund erhöhter Lufttemperatur einiges zu tun, um die Körpertemperatur konstant zu halten. Da dies auch durch Verdunstung von Schweiß an der Hautoberfläche erfolgt, verliert der Körper Flüssigkeit. Wird der Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen, kann das von Konzentrationsschwäche über Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit bis hin zu Hitzekrämpfen oder sogar einem Hitzekollaps führen.

Sinken Konzentrationsfähigkeit und körperliche Leistungsfähigkeit, steigt gleichzeitig die Gefahr eines Arbeitsunfalls. Daher sind Maßnahmen gegen Hitze am Arbeitsplatz unbedingt erforderlich, damit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch bei sommerlichen Temperaturen gesund und sicher durch den Arbeitstag kommen.

„Welche konkreten Maßnahmen für den jeweiligen Arbeitsplatz geeignet sind, ist im Zuge einer Arbeitsplatzevaluierung feststellbar. AUVA-Präventionsexpertinnen und -experten stehen Unternehmen dabei mit praxisnahen Tipps und Lösungsvorschlägen zur Seite“, so AUVA Obmann Mario Watz.

Tipps für Arbeitsplätze im Freien

  • Arbeitsbeginn nach Möglichkeit in die kühleren Morgenstunden vorverlegen. 
  • Arbeitsbereich wenn möglich beschatten, z.B. mit Sonnenschirm, Sonnensegel. 
  • Arbeitsorganisation: intensive körperliche Belastung in der prallen Sonne vermeiden. Verlegen Sie diese Tätigkeiten möglichst an die Tages-Randzeiten.
  • Arbeitspausen: Zusätzliche Pausen einplanen, um bei großer Hitze den Körper im Schatten wieder abkühlen zu können. Kalte Tücher im Nacken oder Füße im Wasserkübel helfen zusätzlich. 
  • Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten – mit alkoholfreien Getränken.
  • Sonnenschutzbrillen mit UV-Filter schützen bei der Arbeit nicht nur vor der Sonneneinstrahlung, sondern zusätzlich vor mechanischen Verletzungen der Augen.
  • Bei Arbeiten im Freien möglichst viel Haut bedecken (Kleidung, Kopfbedeckung, Nackenschutz, Brille).
  • Für ungeschützte Körperstellen Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden und regelmäßig nachcremen. 

Tipps für Arbeitsplätze in Gebäuden

Auch in vielen Innenräumen können sommerliche Temperaturen das Arbeiten erschweren. Wer in Räumlichkeiten ohne Klimaanlage arbeitet, kann sich dennoch helfen:

  • Arbeitsbeginn nach Möglichkeit in die kühleren Morgenstunden vorverlegen und dabei gut durchlüften. 
  • Während des Tages den Arbeitsbereich, wenn möglich durch Vorhänge, Rollos, Jalousien, oder ähnliche Hilfsmittel beschatten. Zusätzliche Wärmebelastung in Form von Wärmestrahlung durch die Sonne wird somit reduziert. 
  • Nicht benötigte Elektrogeräte ausschalten, da diese zusätzliche Wärme erzeugen.
  • Ist es im Arbeitsraum trotz Beschattung zu heiß, sorgen Sie in zusätzlichen Pausen für Kühlung (z.B. Ventilator, Kühlung der Handgelenke mit Wasser, Wasserkübel für die Füße, kalte Dusche etc.).
  • Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten (alkoholfreie Getränke mit möglichst niedrigem Zuckergehalt) – kühlen Sie Getränke bereits bei Arbeitsbeginn im Kühlschrank ein.

Erste Hilfe bei Sonnenstich oder Hitzschlag

Kommt es durch zu viel Hitze zu einem Sonnenstich oder Hitzschlag, sind mögliche Folgen Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Schlappheit, ein trockener Mund sowie Krämpfe in Armen oder Beinen. Rasche Erste Hilfe ist das Um und Auf:

  • Betroffene Person in den Schatten bringen und beruhigen
  • Beine hochlagern
  • Flüssigkeitszufuhr (Wasser) 
  • Wassergetränkte, kühle Tücher in den Nacken legen
  • Bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlagerung und sofort Notärztin/Notarzt alarmieren

Weitere Infos:

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