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Ab in den Wald: Gesundheit tanken

Vater und Sohn im Wald beim Wandern © Halfpoint
24.08.2015

Bereits zehn Minuten Aufenthalt im Wald haben gesundheitsförderliche Wirkung. Umso erfreulicher, dass Österreich mit rund 48 Prozent Bewaldung nicht nur eines der waldreichsten Länder Europas ist. Entgegen der globalen Entwicklung ist die Waldfläche hierzulande sogar im Steigen.

Expertinnen/Experten der Medizinischen Universität Wien und der Universität für Bodenkultur Wien haben im Rahmen der „Green Public Health“-Forschung eine wissenschaftliche Zusammenschau zur Gesundheitswirkung von Waldlandschaften aus 20 Jahren erstellt. Berücksichtigt wurden dabei 149 Artikel sowie 31 Publikationen zwischen den Jahren 1993 und 2013.

Durchatmen und relaxen

„Durch den Aufenthalt im Wald werden Puls, Blutdruck und Muskelspannung gesenkt, vom Stresshormon Kortisol wird weniger, von den Stimmungshormonen Serotonin und Dopamin aber mehr ausgeschüttet“, laut der Umweltmedizinerin Daniela Haluza von der Medizinischen Universität Wien.

Regelmäßige Waldaufenthalte tragen so zur körperlichen Erholung und Regeneration bei. Gestärkt wird nicht nur das Immunsystem. Das Schnuppern von Waldluft verbessert zudem die Schlafqualität und hat positive Effekte auf das zentrale Nervensystem, das alle lebensnotwendigen, unwillkürlich ablaufenden Körperfunktionen steuert. Der Körper kann sich so an wechselnde Herausforderungen – insbesondere auch Stress – besser anpassen. Verstärkt werden die positiven Effekte insbesondere durch sportliche Aktivitäten.

Urbane Bereiche begrünen

In den Städten wird der Begrünung von Gebäuden eine immer wichtigere Rolle zugeschrieben: Neben dem abkühlenden Effekt sind es insbesondere die Reduktion von Luftschadstoffen, der Schutz vor UV-Strahlung, die Senkung des Energieverbrauchs, der Regenwasserrückhalt sowie die Verbesserung des Mikroklimas, um die Lebensqualität in den Städten positiv zu beeinflussen.

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