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Frozen Joghurt unter der Lupe

Frozen Joghurt © arinahabich
22.07.2013

Frozen Joghurt macht dem klassischen Speiseeis immer mehr Konkurrenz. Vermutlich in England kreiert, gelangte dieser relativ neue Trend über Korea und Kalifornien auch nach Österreich. Hierzulande ist Frozen Joghurt erst seit circa drei Jahren erhältlich und hat schnell die Herzen der Schleckermäuler erobert. Erhältlich ist es in Eisdielen, Supermärkten sowie in speziellen Frozen-Joghurt-Shops. Gerade bei jüngeren Zielgruppen und kalorienbewussten Menschen ist die gefrorene Eiszubereitung besonders beliebt.

Zumeist wird Frozen Joghurt als eine gesündere und vor allem kalorienärmere Alternative zu herkömmlichem Speiseeis beworben. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat zwölf Produkte genauer betrachtet und deren Zucker- und Fettgehalt beurteilt. Untersucht wurden zehn offen angebotene und zwei verpackte Frozen Joghurts bekannter Handelsketten.

Mehr drin als nur Joghurt

Frozen Joghurt besteht nicht allein aus Joghurt wie der Name vermuten lässt. Je nach Anbieter variieren die Inhaltsstoffe: Beigemischte Emulgatoren, Verdickungsmittel und Stabilisatoren sorgen für eine optimale Textur und Haltbarkeit. Für die Eiszubereitung wird neben Joghurt auch Milch, Milchpulver und Joghurtpulver eingesetzt. Vor allem bei verpackten Produkten kann nicht wirklich von Frozen Joghurt gesprochen werden, dementsprechend finden sich auf der Zutatenliste auch Bezeichnungen wie „Eis“, „Milchspeiseeis“ oder „gefrorene Milch-Joghurt-Zubereitung“.

Zuckergehalt mit Eis vergleichbar

Der Zuckergehalt schwankte bei allen untersuchten Produkten zwischen 14 und 24 Prozent und kann mit herkömmlichem Speiseeis verglichen werden. In puncto Fettgehalt zeigten sich Unterschiede zwischen offenen und verpackten Waren: Mit sieben bis zehn Prozent Fett wiesen die beiden Supermarktsorten einen deutlich höheren Fettgehalt auf als offene Frozen Joghurts, deren Fettgehalt nur zwischen ein und drei Prozent lag. Folglich gab es bei offenen und Supermarkt-Produkten auch deutliche Differenzen im Kaloriengehalt. Während die meisten Anbieter offener Ware einen kcal-Gehalt von 100 bis 130 kcal/100 Gramm angaben, war dieser bei beiden verpackten Produkten beinahe doppelt so hoch.

Vorsicht bei „Toppings“

Für den gewissen Pepp bei Frozen Joghurts sorgen spezielle Garnierungen, die Toppings. Angeboten werden neben frischen Früchte oder Nüssen auch Karamell- oder Schokosauce, Keksstreusel, Krokant u.v.m. Bei der Wahl des Toppings sollte man vorsichtig sein, denn mitunter können sich diese deutlich am Kalorienkonto zu Buche schlagen. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, wählt daher frische Früchte. Die sind nicht nur deutlich kalorienärmer, sondern punkten auch mit Vitaminen und Mineralstoffen.

Fazit des VKI: Besser offenes Frozen Joghurt kaufen, da es meist einen geringeren Fettgehalt hat als verpacktes. Deutlich Kalorien einsparen kann man beim Topping – frische Früchte bevorzugen! Trotz der eventuell weniger Kalorien ist Frozen Joghurt dennoch eine Süßigkeit und sollte nur gelegentlich sowie in kleinen Portionen genossen werden.

Fruchtige Erfrischungen selbst gemacht

Um süßen Kalorienfallen zu entkommen, ist es empfehlenswert selbst in der Küche aktiv zu werden. Fettarmes Joghurt und Früchte sind erfrischende und gleichzeitig gesunde Leckereien. Bei Selbstgemachtem weiß man genau, welche Zutaten enthalten sind – böse Überraschungen sind ausgeschlossen.

Einige Anregungen für sommerlich fruchtige „Naschkatzensnacks“ finden Sie in der Kochrezept-Datenbank:


Tipp Dessertcreme und -joghurt im Tiefkühlfach kurz anfrieren, dann ist es noch erfrischender!


Weitere Informationen:

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