Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Frau erhält Dreimonatsspritze © emeraldphoto

Die Dreimonatsspritze

Die Dreimonatsspritze zählt zu den hormonellen Verhütungsmitteln und muss alle drei Monate erneut verabreicht werden. Die Dreimonatsspritze enthält ein hochdosiertes, lang wirkendes Gestagen (Gelbkörperhormon). Mit der Dreimonatsspritze wird zum einen der Eisprung verhindert. Zum anderen bewirkt das Gestagen eine Veränderung an der Gebärmutterschleimhaut. Dadurch wird verhindert, dass die Samenzellen in die Gebärmutter eindringen . . .

Wie wird die Dreimonatsspritze verabreicht?

Die Frauenärztin/der Frauenarzt injiziert in den ersten fünf Tagen nach Menstruationsbeginn das Präparat in den Gesäßmuskel oder in den Oberarm. Dieser Vorgang muss alle drei Monate (zwölf Wochen) wiederholt werden. 

Hinweis Aufgrund der hohen Zuverlässigkeit kann die Dreimonatsspritze auch mit einer Woche Verspätung verabreicht werden.

Wie zuverlässig ist die Dreimonatsspritze?

Die Dreimonatsspritze gilt als sehr sichere Verhütungsmethode (Pearl Index 0,3). Die gleichzeitige Verwendung anderer Medikamente mit der Dreimonatsspritze sollte nach Absprache mit der Frauenärztin/dem Frauenarzt erfolgen.

Vorteile und Nachteile der Dreimonatsspritze

Bei der Dreimonatsspritze handelt es sich um eine Langzeitinjektion, die aufgrund der hohen Dosierung des Gelbkörperhormons Gestagen wirkt.

Die Vorteile

  • Langzeitwirkung: Die Dreimonatsspritze muss nur vierteljährlich (alle drei Monate) injiziert werden.
  • Die Dreimonatsspritze wird von der Frauenärztin/vom Frauenarzt verabreicht. Es kann daher zu keinen Anwendungsfehlern kommen.
  • Die Dreimonatsspritze kann auch während der Stillzeit injiziert werden.
  • Magen-Darm-Beschwerden haben keinen Einfluss auf die Zuverlässigkeit.

Die Nachteile

  • Die Dreimonatsspritze schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen.
  • Durch die Dreimonatsspritze kann die Regel unregelmäßig auftreten.
  • Aufgrund der hohen Hormondosierung sind Zwischen- und Schmierblutungen möglich.
  • Eine seltene Nebenwirkung der Dreimonatsspritze sind starke Dauerblutungen.
  • Es braucht lange Zeit, bis sich nach der letzten Verabreichung der Dreimonatsspritze der Zyklus normalisiert und sich die Fruchtbarkeit wieder einstellt.
  • Für Frauen mit Risikofaktoren für Osteoporose ist die Dreimonatsspritze nicht geeignet: Die Dreimonatsspritze kann aufgrund der hochdosierten Gestagenmenge zu einer Verminderung der Mineralknochendichte führen.
  • Aufgrund des hohen Gestagengehalts kann es zu Unverträglichkeiten kommen wie z.B. Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Depressionen, Akne.
  • stärkere Gewichtszunahme

Hinweis Unerwünschte Nebenwirkungen dauern so lange an, wie die Wirkung der Spritze anhält. Die Verabreichung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Wohin kann ich mich wenden?

Die Dreimonatsspritze darf nur von der Frauenärztin/dem Frauenarzt verabreicht werden. Die Kosten für eine Dreimonatsspritze – inklusive Verabreichung – belaufen sich auf rund 30 Euro und werden nicht von der Sozialversicherung übernommen. 

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse