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Junge Frau nimmt Joint © diego cervo

Jugendliche & Cannabis

Viele Jugendliche probieren Cannabis aus Neugierde. Die einen belassen es dabei, andere rauchen mit der Zeit regelmäßig und teils immer mehr. Es gibt viele verschiedene Gründe, warum dem so ist. Manche finden es cool etwas Verbotenes zu tun. Andere verwenden Cannabis wegen seiner Wirkung. Denn Cannabis hat eine relativ vielfältige Wirkung, die subjektiv erlebt wird. Sie kann mehr oder weniger angenehm sein. Die Verwendung birgt Risiken, da sie unter anderem nicht gänzlich vorhersehbar ist. Doch was ist Cannabis eigentlich? . . .

Sich selbst testen

Wer sein Wissen testen oder auch aufbessern möchte, findet verschiedene Checks zu Cannabis unter

Wissenswertes über Cannabis

Cannabis ist in Österreich nicht legal (Suchtmittelgesetz).

  • Illegaler Konsum. Oftmals wird Cannabis in Form von getrockneten Blütenständen (Marihuana) geraucht. Auch das Harz der Blütenstände (Haschisch) oder Haschischöl werden verwendet. Neben dem Rauchen, verwendet man es auch gebacken in Kuchen, Keks oder als Tee. Wird Cannabis geraucht (meist in Form von Joints/Tüten – selbstgedrehten Zigaretten), wirkt es relativ schnell – bereits nach einigen Minuten. Besonders gefährlich ist der sogenannte Mischkonsum (Cannabis zusammen mit anderen Drogen), denn die Folgen sind unberechenbar.
  • Verwendung & Wirkung. Cannabis enthält Substanzen, die auf die Psyche wirken, sodass sich die Wahrnehmung verändert. Es wirkt berauschend. Das liegt vor allem am THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol). Die Wirkung kann mehr oder weniger angenehm sein. Die einen fühlen sich entspannter, erleben Sinnesreize intensiver und haben das Gefühl, dass die Zeit langsamer vergeht, andere bemerken eine deutliche Steigerung des Appetits oder Übelkeit. Wie Cannabis wirkt, ist unterschiedlich – und hängt unter anderem davon ab, wie viel man aufnimmt, in welcher Form es aufgenommen wird (z.B. Rauchen, Essen von Keksen oder Kuchen), wie hoch die Konzentration ist, wie oft man raucht und ob man sich gerade gut fühlt oder schlechte Stimmung hat. Stimmungen werden von Cannabis verstärkt – wer schlecht drauf ist, dem geht es entsprechend schlechter. In hohen Dosen kommen auch Wahnideen und Halluzinationen vor, d.h. man fühlt sich z.B. verfolgt oder beobachtet oder sieht Dinge, die nicht da sind. Nachweisbar ist ein Cannabiskonsum sowohl in Urin, Blut als auch Haaren.
  • „Fluchtmittel“. Wer glaubt, mit Cannabis Probleme lösen oder ihnen aus dem Weg gehen zu können, irrt. Im Gegenteil: Cannabis kann vor allem bei langfristigem Konsum träge und antriebslos machen – und so dazu führen, dass man die Probleme nicht angeht. Besser ist es eine spezialisierte Beratungsstelle aufzusuchen und dort mit Expertinnen/Experten zu sprechen. Diese findet man beispielsweise unter www.feel-ok.at.

Mehr zur Verwendung und Wirkung von Cannabis gibt es unter Cannabis: Substanz & Wirkung und unter Cannabiskonsum: langfristige Folgen

Hinweis Vor allem bei Tätigkeiten, die Konzentration erfordern – wie Autofahren, das Betätigen von Maschinen etc. kann ein Cannabiskonsum gravierende Folgen haben! Daher: Hände weg!

Infos gibt es außerdem unter:

Infos & Hilfe

Generell ist es am besten, gar nicht erst anzufangen. Wissenswertes zu Cannabis und worauf zu achten ist, findet man unter www.feel-ok.at. Hilfreich ist es, wenn man sich bei speziellen Beratungsstellen oder bei Hotlines (anonym und gratis) Infos holt. Diese findet man auf dieser Website.

Ein Online-Programm zum Aufhören mit Beratung bietet „Quit the Shit“ der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Hinweis Was man macht, wenn jemand zu viel erwischt hat, erfährt man ebenfalls unter www.feel-ok.at.

Was Eltern tun können

Vor allem während der Pubertät wird ausprobiert – nicht nur Zigaretten und Alkohol, sondern auch illegale Substanzen wie Cannabis. Wenn Eltern vermuten oder feststeht, dass Cannabis konsumiert wird, gilt grundsätzlich: Ruhe bewahren, aber das Thema unbedingt ansprechen. Das Problem nicht größer machen, als es wahrscheinlich ist – aber auch nicht beschönigen. Eine klare ablehnende Haltung bezüglich des Cannabiskonsums einnehmen. Vorwürfe oder verhörartige Gespräche vermeiden, jedoch nachfragen, wenn etwas unklar ist oder keine Antwort kommt. Stellen Sie sich auf provokante Fragen ein und versuchen Sie, sich nicht aus der Fassung bringen zu lassen. Bedenken Sie, dass Eltern eine Vorbildrolle haben (auch bei Teenagern) und Ihre Tochter/Ihr Sohn Sie möglicherweise auf Ihren Alkohol- oder Nikotinkonsum ansprechen wird.

Hilfreich ist es, sich beraten zu lassen – etwa bei einer Jugend- oder spezialisierten Drogenberatungsstelle. Adressen gibt es etwa unter Suchtprävention & -koordinationsstellen.

Hilfreiche Broschüren & Folder:

Weitere Informationsbroschüren erhalten Sie u.a. bei den Fachstellen für Suchtprävention sowie den Suchtkoordinationsstellen der Bundesländer.

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