Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Teenager mit Laptop © goodluz

Sex & Internet

Im Internet gibt es zahlreiche Möglichkeiten zu kommunizieren – in Chats, Blogs, Foren, auf diversen Internetseiten etc. Man kann mit Freunden in Kontakt bleiben und neue Menschen kennenlernen. Das macht oft Spaß. Man kann aber auch negative Erfahrungen machen. Deshalb gilt die goldene Regel: Genau überlegen, was, wie und wem geschrieben bzw. gesendet wird. Und sicherheitshalber die eigene Privatsphäre und die anderer schützen! Es ist ratsam, keine privaten Daten (wie Name, Adresse, Handynummer, Schule etc.) an Fremde weiterzugeben oder keine Filme und Fotos unbedacht zu versenden oder ins Internet stellen . . .

Denn erstens vergisst das Internet nicht. Und zweitens weiß man nicht immer genau, wer hinter dem anderen PC bzw. Handy etc. sitzt und was genau mit den Informationen geschieht. Eine gesunde Portion Misstrauen und Vorsicht schadet also nicht. Einstellungen an PC, Laptop, Smartphone und Handy zum Schutz der Privatsphäre vorzunehmen ebenfalls nicht.


Nähere Infos dazu bietet das Jugendministerium unter:

Ihr Wissen zum Thema Privatsphäre & Internet können Jugendliche auf feel-ok.at unter Bist du Web-Profi? testen.

Pornos, Cybersex & Co.

Pornografische Bilder und Filme (Darstellungen sexueller Handlungen von Erwachsenen) werden auch über das Internet verbreitet. Diese sollten sofort weggeklickt bzw. gemeldet werden. Sind Minderjährige (bis zum vollendeten 18. Lebensjahr) auf den Materialien, ist dies strafbar. Keinesfalls sollte man der Aufforderung nachkommen, selbst solche Bilder von sich oder anderen ins Netz zu stellen oder per Webcam zu zeigen – auch nicht „nur ganz kurz“. Ebenfalls sollte man es vermeiden, sich nackt oder knapp bekleidet zu zeigen. Auch über Handy dürfen solche Bilder und Filme nicht versandt werden (Posing, Sexting). Wohin diese weitergeschickt werden, letztendlich hingelangen und was damit gemacht wird, kann man nicht kontrollieren. Außerdem ist es nicht erlaubt, Fotos oder Filme von anderen Personen zu verbreiten, wenn diese damit nicht einverstanden sind und/oder diese negativ darstellen.

Besondere Vorsicht gilt generell für den Austausch von erotischen/sexuellen Phantasien und Gefühlen im Internet (Cybersex) – auch in Form von Texten. Es gibt Menschen, die versuchen über Internet mit Kindern/Jugendlichen in Kontakt zu kommen, um ihre eigenen sexuellen Phantasien auszuleben – das kann bis zur sexuellen Belästigung bzw. zum Missbrauch gehen. Das sogenannte „Grooming“ (Anbahnung sexueller Kontakte zu Unmündigen – wie Personen, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben) ist strafbar. Weitere Infos zu Jugendliche & Sexualisierte Gewalt.

Vorsicht auch bei Spam-Mails. Diese können ebenfalls pornografisches Material enthalten. Am besten gar nicht öffnen und keinesfalls Attachments herunterladen.

Treffen mit Fremden

Wer sich mit Menschen trifft, die über das Internet kennengelernt wurden, sollte jedenfalls nicht alleine zu dem Treffen gehen, sondern besser eine vertrauensvolle Person (am besten einen Erwachsenen) mitnehmen. Kommt es zu negativen Erlebnissen, ist es ebenfalls ratsam, sich mit einer vertrauensvollen Person darüber auszutauschen. Weitere Infos gibt es unter Jugendliche & Sexualisierte Gewalt.

Kritische Situationen

Es ist immer gut, aufmerksam und lieber etwas zu vorsichtig zu sein – egal wie nett der Chat beginnt und wie vertrauensvoll sich die unbekannte Person gibt. Besonders hellhörig sollte man werden, wenn eine oder mehrere der folgenden Situationen eintreten:

  • Jemand fragt nach genauen Daten und will unbedingt, dass z.B. Name, Adresse, Schule, Handynummer etc. preisgegeben werden.
  • Jemand will wissen, ob man allein ist.
  • Jemand möchte etwas über sexuelle Erfahrungen wissen und/oder interessiert sich für die sexuellen Vorlieben.
  • Jemand will sich unbedingt (alleine) treffen.
  • Jemand möchte, dass die Webcam eingeschaltet wird.
  • Jemand will, dass ihr/ihm Fotos und/oder Filme geschickt werden.

Besondere Vorsicht ist geboten:

  • wenn jemand Angst macht,
  • bedroht oder
  • erpresst.

Verdachtsmomente liefert auch jemand, der keinesfalls will, dass man anderen über sie/ihn und den Internetkontakt weitererzählt. Hände weg vom Kontakt, wenn jemand privaten Chat, Cybersex, Telefonsex oder ähnliches anbietet.

Was tun im Fall der Fälle?

Klar machen, dass man das nicht will. Kontakt beenden. Mit einer guten Freundin/einem guten Freund darüber sprechen. Vertrauensvollen Personen darüber berichten – z.B. Eltern. Wird das Forum/der Chat von einem Moderator betreut, diesen informieren. Inhalte, die nicht ganz geheuer sind, melden – bei der Meldestelle für Kinderpornographie und Kindersextourismus unter www.bmi.gv.at oder meldestelle [at] interpol [dot] at.

Weitere Meldestellen gibt es unter www.help.gv.at.

Bei Bedrohung, sexueller Belästigung oder wenn man verfolgt wird

Vertrauensperson informieren. Polizei einschalten. Angaben so genau wie möglich notieren (Datum, Uhrzeit, Daten des Täters, was passiert ist, etc.). Beweise sichern und Daten, E-Mails etc. speichern. Jedoch den Täter nicht über das Einschalten der Polizei informieren.

Info, Rat & Hilfe

Hilfreiche Broschüren des Jugendministeriums

Mehr zur Sicherheit bei Handy und Internet sowie spezielle Websites zum Thema bietet das Jugendministerium.

Mehr zum Thema Sexualität und Internet gibt es unter

Mehr zu Internet und Medien: www.oesterreichisches-jugendportal.at.

Infos zur Medien und Mediennutzung: www.eltern-bildung.at.

Kontaktadressen gibt es außerdem unter Jugendliche & Sexualisierte Gewalt.

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse