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Schnitzel mit Pommes Frites © Fischer Food Design

So isst Österreich

Der Österreichische Ernährungsbericht gibt Aufschluss über das Trink- sowie Essverhalten und gibt Einblicke in die Nährstoffversorgung der österreichischen Bevölkerung. Er wird regelmäßig herausgegeben: Der aktuelle Ernährungsbericht (2017) zeigt etwa, dass deutlich weniger an Obst und Gemüse verzehrt wird, als die österreichische Ernährungspyramide empfiehlt.

Auch von anderen Lebensmitteln wird weniger gegessen als empfohlen. Demgegenüber steht ein zu hoher Konsum an Fleisch- und Wurstwaren, aber auch Süßigkeiten, Mehlspeisen und Limonaden.

Ernährungsbericht 2017

Bei der Erhebung der Daten zum Österreichischen Ernährungsbericht 2017 wurde auch verglichen, wie sich der Konsum bestimmter Lebensmittel(-gruppen) zu den Empfehlungen der Österreichischen Ernährungspyramide verhält.

Alkoholfreie Getränke

Empfohlen werden täglich mindestens 1,5 Liter alkoholfreie, energiearme Getränke in Form von Wasser, Mineralwasser, ungezuckerten Kräuter- oder Früchtetees oder verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Laut Ernährungsbericht 2017 haben alle Erwachsenen deutlich mehr als die täglich empfohlenen 1,5 Liter alkoholfreie Flüssigkeit getrunken. Frauen trinken mit einer Menge von 2,3 bis 2,4 Liter pro Tag weniger als Männer mit 2,3 bis 3 Liter (inkl. Kaffee, Schwarztee und anderen koffeinhaltigen Getränken).

Mehr zu geeigneten Getränken erfahren Sie unter Ernährungspyramide: Alkoholfreie Getränke.

Obst und Gemüse

Von den insgesamt empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag werden laut Ernährungsbericht 2017 im Schnitt nur zwei Portionen verzehrt. Hinsichtlich der Obstaufnahme erreichen Frauen und Männer mit im Schnitt einer Portion nur die Hälfte der Empfehlung. Bei der empfohlenen Gemüsezufuhr von drei Portionen wird gar nur ein Drittel der empfohlenen Menge erreicht.

Mehr erfahren Sie unter Ernährungspyramide: Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte.

Getreide und Erdäpfel

Getreide, Brot, Nudeln, Reis und Erdäpfel – davon darf es ruhig etwas mehr sein, idealerweise in Vollkornqualität – empfohlen sind nach der Österreichischen Ernährungspyramide täglich vier Portionen. Mit insgesamt ca. nur drei Portionen erreichen weder Frauen noch Männer die empfohlene Menge. Insbesondere von Erdäpfeln wird mit etwa einem Viertel einer Portion deutlich zu wenig gegessen. Ein gesteigerter Konsum aus dieser Gruppe würde die Zufuhr an Ballaststoffen erhöhen und zu einer Verbesserung der Verhältnisse der energieliefernden Nährstoffe im Sinne einer Verschiebung zu einem höheren Anteil an Kohlenhydraten beitragen, so der Ernährungsbericht 2017.

Mehr erfahren Sie unter Ernährungspyramide: Getreide und Erdäpfel.

Milch und Milchprodukte

Weder Frauen noch Männer erreichen laut Ernährungsbericht 2017 die empfohlene Menge von drei Portionen (zwei weiße Milch(-produkte) und eine gelbe „Käse“-Portion). Es wird in etwa nur die Hälfte der Empfehlung verzehrt. Laut Ernährungsbericht 2017 würde eine Erhöhung des Konsums an Milch und Milchprodukten die Zufuhr an Kalzium deutlich verbessern.

Mehr dazu erfahren Sie unter Ernährungspyramide: Milch und Milchprodukte.

Fisch, Fleisch, Wurst und Eier

Besonders Männer konsumieren mit 900 bis 1.320 g dreimal mehr Fleisch und Fleischprodukte pro Woche als empfohlen (Empfehlung: 300 bis 450 g pro Woche). Eine Reduktion würde die Senkung der erhöhten Zufuhr gesättigter Fettsäuren unterstützen – so der Ernährungsbericht 2017. Aber auch Frauen essen mit 483 bis 546 g pro Woche zu viel Fleisch und Fleischprodukte. Fisch hingegen wird deutlich zu selten gegessen: „Weder Frauen noch Männer erreichen die Empfehlung nur ansatzweise“, resümiert der Ernährungsbericht 2017. Beim Konsum von Eiern – empfohlen werden drei Stück pro Woche ­– liegen Männer deutlich darüber, Frauen sind im Bereich der Empfehlungen.

Mehr erfahren Sie unter Ernährungspyramide: Fisch, Fleisch, Wurst und Eier.

Fette und Öle

Pflanzliche Öle enthalten wertvolle Fettsäuren, daher werden täglich ein bis zwei Esslöffel empfohlen (entspricht einer Menge von 8 bis 16 g Öl). (Feste) Streich-, Brat- und Backfette wie z.B. Butter, Margarine oder Schmalz hingegen sollen nur selten und sparsam verwendet werden. Laut Ernährungsbericht 2017 wird aus der Gruppe Fette und Öle insgesamt deutlich zu viel verzehrt (Frauen 30 g pro Tag, Männer 40 g pro Tag). Wünschenswert wäre eine Reduktion der Fette aus der Gruppe der (festen) Streich-, Brat- und Backfette.

Mehr erfahren Sie unter Ernährungspyramide: Fette und Öle sowie unter Ernährungspyramide: Streich-, Brat- und Backfette.

Fettes, Süßes und Salziges

An der Spitze der Österreichischen Ernährungspyramide steht die Gruppe „Fettes, Süßes und Salziges“ – d.h. diese sollte mit maximal einer Portion pro Tag nur selten konsumiert werden. Der Ernährungsbericht 2017 ergab, dass Frauen und Männer in etwa gleich viel „naschen“ und davon zu viel, v.a. Zucker, Schokolade und Süßwaren. Es werden auch zu viele Limonaden getrunken, insbesondere von jungen Männern. Salzige Snacks, Kuchen und Torten hingegen werden eher wenig gegessen.

Mehr erfahren Sie unter Ernährungspyramide: Fettes, Süßes und Salziges.

Alkoholkonsum

Alkohol liefert nicht nur leere und unnötige Kalorien, sondern stellt für den Körper bei überhöhter Zufuhr eine Gefahr dar. Alkohol begünstigt aufgrund seines hohen Energiegehalts Übergewicht, kann zur Schädigung von Organen und Organsystemen wie Leber, Bauchspeicheldrüse oder Gehirn führen und die Entstehung von Krebs begünstigen. Zudem besteht die Gefahr der Alkoholsucht. Moderater Konsum von Alkohol ist aus gesundheitlicher Sicht akzeptabel. Alkohol sollte nicht zur Deckung des täglichen Flüssigkeitsbedarfs beitragen. Generell gilt: in moderatem Ausmaß und nicht regelmäßig! Weitere Informationen erhalten Sie unter Alkoholabhängigkeit.

 

Hinweis Frauen sollten täglich nicht mehr als zehn Gramm Alkohol und Männer nicht mehr als 20 Gramm Alkohol konsumieren (maximal tolerierbare Alkoholzufuhr). Für Frauen entspricht dies 0,125 l Wein ODER 0,25 l Bier. Männer sollten nicht mehr als ein 0,25 l Wein ODER 0,5 l Bier trinken. Näheres erfahren Sie unter www.dge.de.

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