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Troponin I (TNI)

Zuverlässiger Laborwert für einen Herzmuskelschaden (z.B. Herzinfarkt)

Warum wird TNI im Blut bestimmt?

Kardiale Troponine (Troponin T und Troponin I) sind Eiweißbausteine, die in den Muskelzellen der Herzmuskulatur vorkommen. Nach einer Schädigung des Herzmuskels (z.B. nach einem Herzinfarkt) treten diese Eiweißstoffe vermehrt ins Blut über und können dort gemessen werden.

Besteht bei einer Patientin/einem Patienten der medizinische Verdacht auf einen Herzmuskelschaden (z.B. durch Herzinfarkt), sollte eine Messung der kardialen Troponine (entweder Troponin T oder Troponin I) im Blut erfolgen.

Die Bestimmung der kardialen Troponine hilft

  • bei der Diagnose eines Herzinfarktes,
  • bei der Feststellung bereits kleinerer Herzmuskelschädigungen,
  • bei der Verlaufskontrolle nach Herzinfarkt und
  • bei der Kontrolle des Therapieerfolges.

Was bedeuten erhöhte TNI-Werte?

Normalerweise sind kardiale Troponine im Blut nicht nachweisbar. Das bedeutet, dass ein wiederholt konstant normaler Troponinwert einen Herzinfarkt mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließt.

Sind die kardialen Troponine im Blut aber erhöht, so ist dies ein wichtiger Hinweis für einen Herzmuskelschaden (z.B. durch Herzinfarkt).

Bei den kardialen Troponinen ist auch die Verlaufsbeurteilung der Laborwerte wichtig. Hier kann vor allem aufgrund der Höhe der Messwerte sowie des Verlaufes der Werte über einen längeren Zeitraum (Tage bis Wochen) die Größe des Herzmuskelschadens abgeschätzt sowie der Behandlungserfolg beurteilt werden.

Labordiagnostik des Herzinfarktes

Ein Herzinfarkt ist ein akut lebensbedrohlicher Zustand. Die Ursache eines Herzinfarktes ist eine Durchblutungsstörung im Bereich der Herzkranzgefäße. Das sind jene Blutgefäße, welche die Herzmuskulatur mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.

Beim Verschluss eines Herzkranzgefäßes, z.B. durch eine Verstopfung des Blutgefäßes, kommt es zum Absterben des nicht mehr versorgten Herzgewebes: Herzinfarkt (auch Myokardinfarkt genannt).

Die weitere Funktion des Herzens hängt von der Größe des verschlossenen Gefäßes und der Ausdehnung der Herzmuskelschädigung ab. Ein ausgedehnter Herzinfarkt kann sofort zum Tod führen.

Die wichtigsten Hinweise auf einen Herzinfarkt sind:

  • typische Beschwerden (insbesondere Druck im Bereich des Brustbeines, Todesangst, Schmerzen in der Brust sowie Schmerzausstrahlung in den linken Arm),
  • typische EKG-Veränderungen (Elektrokardiogramm) und
  • Erhöhung bestimmter Stoffe im Blut, die aus den abgestorbenen Herzmuskelzellen frei geworden sind (CK, CK-MB, kardiale Troponine etc.).

Ausführliche Informationen finden Sie unter Herzinfarkt sowie Notfall: Herzinfarkt.

Synonyme: Kardiales Troponin I
LOINC: 10839-9

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
µg/l (Mikrogramm pro Liter) <0,1–2,0 µg/l <0,1–2,0 µg/l <0,1–2,0 µg/l <0,1–2,0 µg/l
Die Referenzwerte hängen von der verwendeten Methode ab! Für Neugeborene gelten andere Referenzwerte.        

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen Näherungsbereich dieser Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labor-Normalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborwert-Ergebnisse beeinflussen. Daher sollten immer nur die am jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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