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Triglyceride (TRIG)


Triglyceride (Neutralfette) sind wichtige Energiespeicher im Körper. Die Triglyceride im Blut stammen aus der Nahrung und dem Fettstoffwechsel.

Warum werden Triglyceride im Blut bestimmt?

Triglyceride (Neutralfette) sind wichtige Energiespeicher im Körper. Sie werden auf der einen Seite mit der Nahrung aufgenommen. Auf der anderen Seite kann der Körper Triglyceride aber auch selbst herstellen (z.B. aus Kohlenhydraten) und im Fettgewebe als Energiereserve speichern (z.B. für Hungerperioden).

Im Blut werden die Triglyceride zusammen mit anderen Fetten und fettähnlichen Substanzen (z.B. Cholesterin) auf besondere Art und Weise transportiert. Dazu verwendet der Körper spezielle Transportproteine, die als Lipoproteine bezeichnet werden. Diese Lipoproteine verhindern, dass sich im Blut Fetttropfen bilden, was lebensgefährlich wäre.

Die Bestimmung der Triglyceride im Blut erfolgt

  • bei der Gesundenuntersuchung sowie
  • zur Beurteilung des Risikos für Blutgefäßerkrankungen (Atherosklerose).

Was bedeuten erhöhte Triglyceridwerte?

Die Triglyceride im Blut stammen aus

  • dem Darm (hier werden sie aus den mit der Nahrung zugeführten Fetten hergestellt),
  • der Leber (auch die Leber kann Triglyceride bilden) und
  • dem Fettgewebe (bei Bedarf werden die Triglyceride aus dem Fettgewebe freigesetzt).

Besonders nach einer fettreichen Mahlzeit kann es zu einem Anstieg der Triglyceride im Blut kommen. Aus diesem Grund sollten die Triglyceride – wie auch andere Blutfettwerte – aus Nüchternblut bestimmt werden (mindestens achtstündige Nahrungskarenz ohne Kalorienzufuhr).

Eine Verminderung der Triglyceride im Blut ist bedeutungslos.

In folgenden Fällen können die Triglyceride im Blut erhöht sein (Hypertriglyzeridämie):

  • bei bestimmten angeborenen Fettstoffwechselerkrankungen (familiäre Hyperlipidämie),
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),
  • Fettsucht (Adipositas),
  • Alkoholismus,
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).

Die kombinierte Erhöhung der Triglyceride sowie des Cholesterins (insbesondere LDL-Cholesterin) im Blut sind ein wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung der Atherosklerose (Arterienverkalkung) und ihrer Folgeschäden.

Weitere Informationen finden Sie unter anderem unter Fettstoffwechselstörungen.

Synonyme: Neutralfette, Triglyzeride
LOINC: 2571-8

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
mg/dl (Milligramm pro Deziliter) 50–150 mg/dl 50–150 mg/dl 50–150 mg/dl 50–150 mg/dl
Die Normalwerte gelten für Nüchternblut        

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen Näherungsbereich dieser Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labor-Normalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborwert-Ergebnisse beeinflussen. Daher sollten immer nur die am jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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