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Lipoprotein (a) – (LPA)

Lipoprotein (a) ist ein Eiweißstoff, der im Blut gemessen werden kann. Erhöhte Werte weisen auf ein gesteigertes Risiko für die Entstehung der Arterienverkalkung (Atherosklerose) hin.

Warum wird Lipoprotein (a) im Blut bestimmt?

Unter dem Begriff „Fettstoffwechsel“ versteht man die Gesamtheit aller biochemischen Vorgänge und Prozesse im Körper, bei denen Fette aufgenommen, gebildet, abgebaut und ausgeschieden werden.

Generell sind Fette jene Nahrungsbestandteile mit dem höchsten Nährwert. Im Vergleich mit Kohlenhydraten und Eiweiß besitzen Fette mehr als doppelt so viele Kilokalorien (kcal):

  • 1 Gramm Kohlenhydrate = 4,1 kcal
  • 1 Gramm Eiweiß = 4,1 kcal
  • 1 Gramm Fett = 9,3 kcal

Im Blut werden Fette – Neutralfette (Triglyceride), Cholesterin etc. – auf besondere Art und Weise transportiert. Dazu verwendet der Körper spezielle Transportproteine:

  • sogenannte Lipoproteine.

Die Lipoproteine verhindern, dass sich im Blut Fetttropfen bilden, was lebensgefährlich wäre.

Ein besonderes Lipoprotein ist das Lipoprotein (a). Die Menge von Lipoprotein (a) im Blut ist genetisch festgelegt, wobei erhöhte Werte einen zusätzlichen sowie unabhängigen Risikofaktor für die Entstehung der Arterienverkalkung (Atherosklerose) bedeuten.

Lipoprotein (a) kann daher im Blut gemessen werden, um die Atherosklerosegefahr besser einschätzen zu können.

Was bedeuten erhöhte Lipoprotein-(a)-Werte?

Erhöhte Lipoprotein-(a)-Werte im Blut bedeuten ein höheres Risiko für folgende Erkrankungen:

  • Arterienverkalkung (Atherosklerose),
  • Thrombosenbildungen.
    • Thrombosen sind kleine Blutgerinnsel in der Blutbahn, die zu einer Verstopfung von Blutgefäßen und in weiterer Folge zu Gewebeschädigungen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) führen können.

Bei der Interpretation dieses Laborwertes ist dabei auch die Zusammenschau mit anderen Labormessgrößen des Fettstoffwechsels wichtig. Insbesondere bedeutet eine kombinierte Erhöhung von Lipoprotein (a) sowie LDL-Cholesterin eine besonders hohe Gefährdung zur Entwicklung einer

  • koronaren Herzkrankheit (KHK) –„Verkalkung“ der Herzkranzgefäße.

Atherosklerose

Die Atherosklerose (Arterienverkalkung) ist eine weitverbreitete Erkrankung, bei der es zu Veränderungen in den Arterien des Körpers kommt. In weiterer Folge kann es zu Durchblutungsstörungen in den betroffenen Regionen des Köpers kommen. Besonders gefährlich sind dabei Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße sowie im Gehirn.

Atherosklerose kann zu folgenden Krankheiten führen:

Für die Entstehung der Atherosklerose sind verschiedene Risikofaktoren verantwortlich.

Beeinflussbare Risikofaktoren sind:

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren sind:

  • Alter,
  • Geschlecht,
  • genetische Veranlagung.
Weitere Informationen finden zu
LOINC: 10835-7

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
g/l (Gramm pro Liter) <0,25 g/l <0,25 g/l <0,25 g/l <0,25 g/l

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen Näherungsbereich dieser Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labor-Normalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborwert-Ergebnisse beeinflussen. Daher sollten immer nur die am jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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