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unspezifische Cholinesterase

Bei der Cholinesterase (CHE) handelt es sich um ein in der Leber gebildetes Enzym. Erniedrigte Werte der CHE-Aktivität im Blut lassen Rückschlüsse auf Lebererkrankungen bzw. angeborene Veränderungen des Leberstoffwechsels zu. 

Warum wird die CHE im Blut bestimmt?

Die CHE wird in der Leber gebildet. Die Funktion dieses Enzyms ist aber auch heute noch nicht restlos geklärt.

Erniedrigte Werte der CHE-Aktivität im Blut lassen Rückschlüsse auf Lebererkrankungen bzw. angeborene Veränderungen des Leberstoffwechsels zu.

Was bedeuten erniedrigte CHE-Werte?

Bei der Beurteilung der CHE-Aktivität im Blut sind insbesondere erniedrigte Werte auffällig. Diese können ein Hinweis auf eine gestörte Leberfunktion sein. Da die Leber aber auch der wichtigste Bildungsort für eine Vielzahl von Blutplasmaeiweißstoffen (z.B. Blutgerinnungsfaktoren) ist, wird die CHE-Aktivität im Blut v.a. gemeinsam mit dem folgenden Laborwert beurteilt:

  • Prothrombinzeit (PTZ) – ein wichtiger Laborwert für die Blutgerinnung.

Bei einer schwer gestörten Leberfunktion ist daher sowohl mit erniedrigten CHE-Werten als auch einer erniedrigten PTZ im Blut zu rechnen.

Bei Menschen mit verminderter CHE-Aktivität im Blut wirken manche bei der Narkose eingesetzte Medikamente stärker. Aus diesem Grund wird vor einer Operation mit Vollnarkose der CHE-Wert im Blut gemessen, damit gegebenenfalls die Dosis von bestimmten Narkosemitteln (Muskelrelaxantien vom Typ des Succinylcholins) entsprechend angepasst werden kann.

Erhöhte CHE-Werte?

Erhöhte CHE-Werte haben wenig diagnostische Aussagekraft. Erhöhte Werte kommen beispielsweise vor bei:

Synonyme: Benzoyl-Cholinesterase, Cholinesterase (CHE), Cholinesterase II, Pseudo-Cholinesterase, S-Typ-Cholinesterase
LOINC: 2098-2

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
U/L (Units pro Liter) 5.400–13.200 U/L 5.400–13.200 U/L 5.400–13.200 U/L 5.400–13.200 U/L

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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