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Alanin-Aminotransferase (Abkürzung ALT oder ALAT)


Dieses Enzym kommt vor allem in der Leber vor.

Warum wird die GPT im Blut bestimmt?

Die GPT wird immer gemeinsam mit der GOT im Blut gemessen. GOT und GPT gehören zu den Leberwerten und werden auch als „Transaminasen“ bezeichnet.

Während die GPT bereits bei leichten Leberschädigungen erhöht ist, zieht die GOT erst bei einer schwereren Schädigung mit. Erniedrigte Werte sind bedeutungslos.

Was bedeuten erhöhte Transaminasen?

Leicht erhöhte Werte von GOT und GPT sagen wenig aus, weil sie bei sehr vielen Erkrankungen vorkommen können. Stärker erhöhte Werte von GOT und GPT sprechen für einen Leberschaden, der viele verschiedene Ursachen haben kann, z.B.:

  • akute Leberentzündung (Hepatitis),
  • Vergiftungen,
  • gestörte Blutversorgung der Leber.

Betrifft die Erhöhung nur oder vorwiegend die GOT, kommt auch eine Schädigung von Muskelzellen (z.B. beim Myokardinfarkt) infrage. Ein Anstieg der GPT kann zudem durch körperliche Anstrengung verursacht werden.
Hohe GOT- bzw. GPT-Werte bedeuten aber nicht unbedingt einen schweren Schaden. Denn z.B. bei einer Hepatitis (Leberentzündung) kann es zu extrem hohen Leberwerten kommen. Diese hohen Werte entstehen dadurch, dass viele Leberzellen (bei der Hepatitis praktisch alle) betroffen sind. Die Zellen sind im Falle der Hepatitis aber nicht zugrunde gegangen, sondern nur geschädigt und können sich wieder erholen.

Typisch für leichtere Leberschäden bei Hepatitis ist, dass die GPT höher als die GOT ist.

Weitere Informationen zu Lebererkrankungen (Virushepatitis etc.).

Synonyme: Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT), GPT (ALT, ALAT)
LOINC: 1742-6

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
U/l (Units pro Liter) 10–45 U/l 10–45 U/l 10–34 U/l 10–34 U/l

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen Näherungsbereich dieser Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labor-Normalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborwert-Ergebnisse beeinflussen. Daher sollten immer nur die am jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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