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LDL-Cholesterin (LDLCH)


Das LDL-Cholesterin gilt als „schlechtes“ Cholesterin, weil es einen Risikofaktor für die Arterienverkalkung (Atherosklerose) darstellt.

Warum wird LDL-Cholesterin im Blut bestimmt?

Bei erhöhtem Gesamt-Cholesterinspiegel (> 200 mg/dl) ist die Bestimmung von HDL- und LDL-Cholesterin empfehlenswert. Dabei wird aber meistens nur das HDL-Cholesterin gemessen und das LDL-Cholesterin mit einer speziellen Formel ausgerechnet (Friedewald-Formel).

Das LDL-Cholesterin wird auch als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet, weil es stark atherogene Effekte besitzt – d.h., es stellt einen Risikofaktor für die Entstehung der Arterienverkalkung (Atherosklerose) dar.

Das HDL-Cholesterin gilt als das „gute“ Cholesterin, weil es einen Schutzfaktor für die Blutgefäße darstellt. HDL-Cholesterin schützt u.a. auch das Herz vor Atherosklerose.

Was bedeuten erhöhte LDL-Cholesterinwerte?

Das LDL-Cholesterin im Blut sollte unter einem bestimmten Grenzwert liegen.

Erhöhte LDL-Cholesterinwerte finden sich bei:

  • atherogenem Lebensstil: Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen von Zigaretten,
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
  • Auch erhöhte Triglyzeride im Blut (Hypertriglyzeridämie) können zu einer Erhöhung des LDL-Cholesterins führen.

Ein erhöhter LDL-Cholesterinwert im Blut stellt einen Risikofaktor für die Arterienverkalkung (Atherosklerose) dar.

Weitere Informationen zu

Synonyme: Cholesterin „schlechtes“
LOINC: 2089-1

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
mg/dl (Milligramm pro Deziliter) <160 mg/dl <160 mg/dl <160 mg/dl <160 mg/dl
Die Normalwerte gelten für Nüchternblut        

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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