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Laktatdehydrogenase (LDH)

Das Enzym Laktatdehydrogenase (LDH) kommt in allen Geweben des Körpers vor. Hohe Konzentrationen finden sich in Leber, Muskulatur, Nieren und roten Blutkörperchen. Bei Schädigungen im Bereich dieser Organe bzw. Organsysteme kann eine erhöhte Aktivität der LDH im Blut gemessen werden.

Warum wird die LDH im Blut bestimmt?

Die LDH ist ein wichtiges Enzym, das praktisch in allen Geweben des Körpers vorkommt.

Besonders hohe Konzentrationen finden sich in

  • Leber,
  • Skelettmuskulatur,
  • Herzmuskulatur,
  • Nieren und
  • roten Blutkörperchen (Erythrozyten).

Bei Schädigungen in diesen Organen bzw. bei einer Zerstörung der roten Blutkörperchen kann eine erhöhte Aktivität der LDH im Blut gemessen werden.

Was bedeuten erhöhte LDH-Werte im Blut?

Eine erhöhte LDH-Aktivität im Blut kann bei folgenden Erkrankungen gemessen werden:

Die Bestimmung der LDH-Aktivität im Blut ist nur ein orientierender Laborwert. Daher kann bei lediglich erhöhten LDH-Werten keine Diagnose gestellt werden. In diesem Fall sind beispielsweise folgende weiterführende Untersuchungen erforderlich:

  • Untersuchung auf Herzinfarkt,
  • Untersuchung auf Lebererkrankung,
  • Untersuchung auf Bluterkrankung,
  • Bestimmung der alpha-HBDH (eine veraltete Labormethode).

Erhöhte LDH-Werte finden sich aber auch bei einer fehlerhaft durchgeführten Blutabnahme, wenn dabei rote Blutkörperchen kaputtgehen (Hämolyse). In diesem Fall muss die Blutabnahme wiederholt werden.

LOINC: 2532-0

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
U/L (Units pro Liter) 125–248 U/L 125–248 U/L 125–248 U/L 125–248 U/L

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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