Gesundheitsportal
Inhaltsbereich

Salz der Milchsäure

Bei Laktat handelt es sich um ein Stoffwechselprodukt, welches beim Abbau von Traubenzucker (Glukose) unter anaeroben Bedingungen (Sauerstoffmangel) entsteht. In der Medizin kann Laktat im Blut zur Erkennung eines Sauerstoffmangels in Geweben bestimmt werden. Daneben kommt die Laktatmessung im Blut auch bei sportmedizinischen Untersuchungen zum Einsatz.

Warum wird Laktat im Blut bestimmt?

Laktat ist ein Stoffwechselprodukt beim Abbau von Traubenzucker (Glukose) unter anaeroben Bedingungen (Sauerstoffmangel). Es entsteht hauptsächlich in der Muskulatur, daneben auch in roten Blutkörperchen (Erythrozyten), im Gehirn und im Nebennierenmark. Der Herzmuskel kann bis zu 60 Prozent seines Energiebedarfes mit Laktat abdecken.

In der Medizin wird Laktat unter anderem in folgenden Situationen bestimmt:

  • Erkennung von Sauerstoffmangel in Geweben (z.B. Durchblutungsstörungen, Schock),
  • Sportmedizin sowie
  • Laktatmessung im Liquor (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) bei Verdacht auf Gehirnerkrankungen (z.B. Gehirnhautentzündung).

Was bedeuten erhöhte Laktatwerte?

Erhöhte Laktatwerte im Blut finden sich unter anderem bei:

  • Sauerstoffmangel im Gewebe (z.B. Darmgangrän),
  • Schock,
  • diabetischem Koma,
  • körperlicher Überbelastung (Sportmedizin).

Erniedrigte Laktatwerte können bei seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen auftreten.

Synonyme: Lactat, Laktat (LAKT)
LOINC: 2524-7

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
mmol/L (Millimol pro Liter) 0,5–2,2 mmol/L 0,5–2,2 mmol/L 0,5–2,2 mmol/L 0,5–2,2 mmol/L

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse