Gesundheitsportal
Inhaltsbereich

CK-MB-Masse


Isoenzym der Creatin-Kinase, das vor allem in der Herzmuskulatur vorkommt.

Warum wird die CKMBM im Blut bestimmt?

Für die Bestimmung der CK-MB im Blut gibt es zwei Methoden:

  • Messung der Enzymaktivität (CK-MB),
  • Messung der Enzymmenge (CKMBM).

Im Gegensatz zur Enzymaktivitätsmessung ist die Bestimmung der Enzymmenge labortechnisch aufwendiger, sie liefert aber gute Dienste im Hinblick auf die Infarktdiagnostik.

Was bedeuten erhöhte CKMBM-Werte?

Die CK-MB ist eine spezielle Form der CK (ein sogenanntes Isoenzym), die vor allem in der Herzmuskulatur vorkommt. Bei einer Schädigung des Herzmuskels (z.B. durch Herzinfarkt) kommt es zu einem vermehrten Übertritt von CK und CK-MB ins Blut. In diesem Fall kann dann im Blut eine erhöhte Aktivität dieser Enzyme gemessen werden.

In der Labormedizin wird die CK-MB bzw. die CKMBM bei einer Erhöhung der Gesamt-CK-Aktivität gemessen.

Die Messung der CKMBM (Messung der Enzymmenge) liefert zuverlässigere Werte als die Messung der Enzymaktiviät. Die Methode der Enzymmengenmessung ist aber labortechnisch aufwendiger und teurer.

Die CK-MB liefert wertvolle Hinweise

  • bei der Erstdiagnose eines Herzinfarktes sowie
  • zur Verlaufskontrolle bei bestehendem Herzinfarkt (z.B. Überwachung des Therapieerfolges).

Weiterführende Laboruntersuchungen bei erhöhtem CK- und CK-MB-Wert

Für die weiterführende Diagnostik kommen die folgenden Laborwerte infrage:

  • kardiale Troponine (Troponin T oder Troponin I),
  • Myoglobin,
  • HBDH (u.a. zur Herzinfarktdiagnostik eingesetzt, neben Abklärung von Anämie – Blutarmut – und Lebererkrankungen).

Generell können bei Muskelschäden auch noch die folgenden Laborwerte erhöht sein, wobei diese Werte nicht herzspezifisch sind:

  • ASAT (GOT),
  • LDH.

Labordiagnostik des Herzinfarktes

Ein Herzinfarkt ist ein akut lebensbedrohlicher Zustand. Die Ursache eines Herzinfarktes ist eine Durchblutungsstörung im Bereich der Herzkranzgefäße. Das sind jene Blutgefäße, welche die Herzmuskulatur mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.

Beim Verschluss eines Herzkranzgefäßes, z.B. durch eine Verstopfung des Blutgefäßes, kommt es zum Absterben des nicht mehr versorgten Herzgewebes: Herzinfarkt (auch Myokardinfarkt genannt).

Die weitere Funktion des Herzens hängt von der Größe des verschlossenen Gefäßes und der Ausdehnung der Herzmuskelschädigung ab. Ein ausgedehnter Herzinfarkt kann sofort zum Tod führen.

Die wichtigsten Hinweise auf einen Herzinfarkt sind:

  • typische Beschwerden (insbesondere Druck im Bereich des Brustbeines, Todesangst, Schmerzen in der Brust sowie Schmerzausstrahlung in den linken Arm),
  • typische EKG-Veränderungen (Elektrokardiogramm) und
  • Erhöhung bestimmter Stoffe im Blut, die aus den abgestorbenen Herzmuskelzellen frei geworden sind (CK, CK-MB, kardiale Troponine etc.).
Weitere Informationenzu Herzinfarkt und Notfall: Herzinfarkt.
Synonyme: CK-MB-Massenkonzentration (CKMBM)
LOINC: 13969-1

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) <6 ng/ml <6 ng/ml <6 ng/ml <6 ng/ml

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen Näherungsbereich dieser Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labor-Normalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborwert-Ergebnisse beeinflussen. Daher sollten immer nur die am jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse