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Creatin-Kinase-MB-Aktivität (CK-MB)

Bei der Creatin-Kinase-MB (CK-MB) handelt es sich um ein Isoenzym (gewebespezifische Enzymform) der Creatin-Kinase (CK), das vor allem in der Herzmuskulatur vorkommt. Bei einer Schädigung des Herzmuskels (z.B. durch Herzinfarkt) kann es zu einem vermehrten Übertritt von CK und CK-MB ins Blut kommen, wobei eine erhöhte Enzymaktivität im Blut gemessen werden kann.

Warum wird die CK-MB im Blut bestimmt?

Die Messung der CK-MB-Aktivität im Blut erfolgt immer nur im Anschluss an eine zuvor durchgeführte CK-Bestimmung, sofern der CK-Wert (CK-Aktivität) im Blut erhöht ist. Wenn die gesamte CK-Aktivität im Blut erhöht ist und die CK-MB einen Aktivitätswert von sechs Prozent des Gesamt-CK-Wertes übersteigt, so ist dies ein Hinweis auf eine Herzmuskelschädigung (z.B. durch Herzinfarkt).

Was bedeuten erhöhte CK-MB-Werte im Blut?

Die CK-MB ist eine spezielle Form der CK (ein sogenanntes Isoenzym), die vor allem in der Herzmuskulatur vorkommt. Bei einer Schädigung des Herzmuskels (z.B. durch Herzinfarkt) kommt es zu einem vermehrten Übertritt von CK und CK-MB ins Blut. In diesem Fall kann dann im Blut eine erhöhte Aktivität dieser Enzyme gemessen werden.

In der Labormedizin wird die CK-MB bei einer Erhöhung der Gesamt-CK-Aktivität gemessen.

Die CK-MB liefert wertvolle Hinweise

  • bei der Erstdiagnose eines Herzinfarktes sowie
  • zur Verlaufskontrolle bei bestehendem Herzinfarkt (z.B. Überwachung des Therapieerfolges).

Weiterführende Laboruntersuchungen bei erhöhtem CK- und CK-MB-Wert

Für die weiterführende Diagnostik kommen die folgenden Laborwerte infrage:

  • CK-MB-Masse,
  • kardiale Troponine (Troponin T oder Troponin I),
  • Myoglobin,
  • HBDH (u.a. zur Herzinfarktdiagnostik eingesetzt, neben Abklärung von Anämie – Blutarmut – und Lebererkrankungen).

Generell können bei Muskelschäden auch noch die folgenden Laborwerte erhöht sein, wobei diese Werte nicht herzspezifisch sind:

  • ASAT (GOT),
  • LDH.

Labordiagnostik des Herzinfarktes

Ein Herzinfarkt ist ein akut lebensbedrohlicher Zustand. Die Ursache eines Herzinfarktes ist eine Durchblutungsstörung im Bereich der Herzkranzgefäße. Das sind jene Blutgefäße, welche die Herzmuskulatur mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.

Beim Verschluss eines Herzkranzgefäßes, z.B. durch eine Verstopfung des Blutgefäßes, kommt es zum Absterben des nicht mehr versorgten Herzgewebes: Herzinfarkt (auch Myokardinfarkt genannt).

Die weitere Funktion des Herzens hängt von der Größe des verschlossenen Gefäßes und der Ausdehnung der Herzmuskelschädigung ab. Ein ausgedehnter Herzinfarkt kann sofort zum Tod führen.

Die wichtigsten Hinweise auf einen Herzinfarkt sind:

  • typische Beschwerden (insbesondere Druck im Bereich des Brustbeines, Todesangst, Schmerzen in der Brust sowie Schmerzausstrahlung in den linken Arm),
  • typische EKG-Veränderungen (Elektrokardiogramm) und
  • Erhöhung bestimmter Stoffe im Blut, die aus den abgestorbenen Herzmuskelzellen frei geworden sind (CK, CK-MB, kardiale Troponine etc.).

Weitere Informationen finden Sie unter

Synonyme: CK-2
LOINC: 32673-6

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
U/L (Units pro Liter) <24 U/L <24 U/L <24 U/L <24 U/L
bzw. <6 Prozent der Gesamt-CK-Aktivität        

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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