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Ammoniak (AMMO)

Ammoniak ist eine stickstoffhaltige, anorganische Verbindung, die beim Abbau von Eiweißstoffen im Körper entsteht. Erhöhte Ammoniakwerte im Blut sind zumeist ein Ausdruck einer schwerwiegenden Leberstörung (z.B. Leberzirrhose, Lebertumor).

Warum wird die AMMO im Blut bestimmt?

Ammoniak entsteht im Körper durch den Abbau von Eiweiß und Aminosäuren. Auch die Darmbakterien bilden im Körper Ammoniak. Abbau und Ausscheidung von Ammoniak erfolgen durch Leber und Nieren.
Erhöhte Ammoniakwerte finden sich insbesondere bei schwersten Lebererkrankungen.

Was bedeuten erhöhte AMMO-Werte?

Erhöhte Ammoniakwerte im Blut sind zumeist ein Ausdruck einer schwerwiegenden Leberstörung (z.B. Leberzirrhose, Lebertumor).

Ammoniak ist für den Körper und vor allem für das Gehirn ein schweres Zellgift. Aus diesem Grund führt etwa ein Leberversagen zu schweren Gehirnstörungen:

  • Leberkoma – ein lebensbedrohlicher Zustand.

In der Medizin wird die Ammoniakbestimmung im Blut zur Überwachung der Leberfunktion bei einer schweren Leberfunktionsstörung eingesetzt.

Erniedrigte Ammoniakwerte sind bedeutungslos.

LOINC: 16362-6

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
µmol/L (Mikromol pro Liter) 15–55 µmol/L 15–55 µmol/L 10–48 µmol/L 10–48 µmol/L

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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