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Alpha-HBDH (HBDH)

Unter dem Begriff Alpha-HBDH werden bestimmte, gewebespezifische Unterformen (Isoenzyme) des Enzyms Laktatdehydrogenase (LDH) zusammengefasst, die vor allem im Herzmuskel, roten Blutkörperchen und Nieren vorkommen. Bei Schädigungen in diesen Organen bzw. Organsystemen kann eine erhöhte Aktivität der HBDH im Blut gemessen werden.

Warum wird die HBDH im Blut bestimmt?

Unter dem Begriff Alpha-HBDH (HBDH) werden bestimmte, gewebespezifische Unterformen (Isoenzyme) des Enzyms Laktatdehydrogenase (LDH) zusammengefasst, die vor allem in folgenden Geweben vorkommen:

  • Herzmuskel (Myokard)
  • rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
  • Nieren 

Bei Schädigungen in diesen Organen bzw. bei einer Zerstörung der roten Blutkörperchen kann eine erhöhte Aktivität der HBDH im Blut gemessen werden.

Die Messung der HBDH wird aber kaum noch durchgeführt, da es zur Abklärung von Erkrankungen der oben genannten Organe bzw. Organsysteme heute bereits wesentlich zuverlässigere Laborwerte gibt – z.B.:

Was bedeuten erhöhte HBDH-Werte im Blut?

Erhöhte HBDH-Werte sollten immer gemeinsam mit den LDH-Werten im Blut beurteilt werden:

  • LDH stärker erhöht als HBDH (spricht für Leberschädigung)
  • HBDH stärker erhöht als LDH (spricht für Herzinfarkt bzw. Bluterkrankung (Hämolyse)
Synonyme: Alpha-Hydroxy-Butyrat-Dehydrogenase, HBDH, Hydroxy-Butyrat-Dehydrogenase
LOINC: 2537-9

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
U/L (Units pro Liter) 72–182 U/L 72–182 U/L 72–182 U/L 72–182 U/L

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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