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Alpha-1-Antitrypsin (A1AT)

Alpha-1-Antitrypsin ist ein Bluteiweißstoff, der die Aktivität eiweißabbauender Enzyme hemmt.

Warum wird Alpha-1-Antitrypsin im Blut bestimmt?

Alpha-1-Antitrypsin ist ein vorwiegend in der Leber gebildeter Bluteiweißstoff, der die Aktivität der folgenden eiweißabbauenden Enzyme hemmt:

  • Trypsin, Chymotrypsin, Elastase.

Auf diese Weise verhindert Alpha-1-Antitrypsin, dass diese Enzyme körpereigene Strukturen zerstören. Dementsprechend ist Alpha-1-Antitrypsin quasi ein Schutzstoff.

Bei einem Mangel an Alpha-1-Antitrypsin (angeborene Erbkrankheit) kann es zu Schädigungen der folgenden Organe kommen:

  • Leber:
    • Beim Neugeborenen kann es zu einer länger als normal andauernden Gelbsucht (Icterus prolongatus) kommen.
    • Entwicklung einer Leberzirrhose im Jugend- und Erwachsenenalter;

  • Lunge:
    • Lungenemphysem (Lungenüberblähung) im Kindesalter.

Was bedeuten erhöhte bzw. niedrige Alpha-1-Antitrypsin-Werte?

Erhöhte Alpha-1-Antitrypsin-Werte findet man insbesondere bei

  • Entzündungsreaktionen: Alpha-1-Antitrypsin gehört zur Gruppe der Akute-Phase-Proteine. Diese Eiweißstoffe werden bei Entzündungsprozessen im Körper vermehrt von der Leber gebildet.

Niedrige Alpha-1-Antitrypsin-Werte können:

  • ein Hinweis auf einen angeborenen Alpha-1-Antitrypsin-Mangel sein;
  • bei Eiweißmangelzuständen (Mangelernährung, Eiweißverluste über Nieren, Darm oder die Haut nach großflächigen Verbrennungen) auftreten.
LOINC: 1825-9

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
g/l (Gramm pro Liter) 0,9–2,0 g/l 0,9–2,0 g/l 0,9–2,0 g/l 0,9–2,0 g/l

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen Näherungsbereich dieser Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labor-Normalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborwert-Ergebnisse beeinflussen. Daher sollten immer nur die am jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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