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T-Lymphozyten

Die T-Zellen (CD3-Lymphozyten) sind eine Untergruppe der Lymphozyten und können im Rahmen der Leukozytentypisierung (Immunstatus) quantitativ im Blut gemessen werden.

Warum werden die T-Zellen im Blut bestimmt?

Die T-Zellen (CD3-Lymphozyten) sind eine Untergruppe der Lymphozyten, wobei diese wiederum eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) bilden. Im Rahmen der Leukozytentypisierung (Immunstatus) können die T-Zellen quantitativ im Blut gemessen werden.

Die T-Zellen umfassen etwa 70 Prozent der Lymphozyten im Blut. Die Besonderheit dieser Zellen ist, dass sie das sogenannte CD3-Antigen auf ihrer Zelloberfläche tragen. Der Begriff T-Zellen („T“ im Sinne von Thymus) leitet sich aufgrund ihrer Bildung her, da diese Blutzellen im Laufe ihrer Reifung im Frühkindesalter unter dem Einfluss des Thymus (ein lymphatisches Organ innerhalb des Brustkorbes) stehen.

Ihre Funktion erfüllen die T-Zellen im Rahmen des sogenannten

  • zellulären Immunsystems.

Das bedeutet, dass die T-Zellen in erster Linie selbst (und erst in zweiter Linie die von ihnen gebildeten Stoffe) eine wichtige Rolle bei folgenden krankhaften Prozessen spielen:

  • Abwehr von Infektionen mit Viren, Pilzen und bestimmten Bakterien (z.B. Tuberkulosebakterien),
  • Abwehr von Tumorzellen,
  • bestimmten allergischen Reaktionen (vom verzögerten Typ),
  • Abstoßungsreaktionen von Transplantaten (z.B. Abstoßung einer Spenderniere).

Die T-Zellen selbst können wiederum in eine Reihe weiterer Untergruppen eingeteilt werden:

  • T-Helferzellen (CD3 und CD4 positiv),
  • T-Suppressorzellen (CD3 und CD8 positiv),
  • „NK-like“ T-Zellen (CD3, CD16 und CD56 positiv),
  • aktivierte T-Zellen (CD3 und HLA-DR positiv).

All diese Zellen sowie eine Reihe weiterer Immunzellen (allen voran die B-Zellen) werden mithilfe des Laborverfahrens der Durchflusszytometrie (FACS – Fluorescence Activated Cell Sorting) im Blut gemessen und quantifiziert.

Was bedeuten erhöhte bzw. erniedrigte T-Zell-Werte im Blut?

Eine Erhöhung der T-Zellen im Blut kann bei folgenden Erkrankungen vorkommen:

Erniedrigte T-Zell-Werte im Blut können bei folgenden Erkrankungen gefunden werden:

T-Zell-Lymphome

Ein Lymphom ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems. Irgendwo im Körper (z.B. im Bereich der Lymphknoten) kommt es dabei zu einer ungehemmten Vermehrung von ein und demselben Typ einer Lymphozytengruppe. Im medizinischen Fachjargon spricht man von einem klonalen Wachstum (d.h. ein bestimmter Zellklon vermehrt sich).

Die Erkrankung kann dabei auf das lymphatische Gewebe beschränkt bleiben (aleukämischer Verlauf). Es kann aber auch dazu kommen, dass die sich vermehrenden Lymphozyten ins Blut übertreten – in diesem Fall spricht man von einer lymphatischen Leukämie (leukämischer Verlauf).

Lymphome können in zwei Gruppen eingeteilt werden:

  • Hodgkin-Lymphom (Morbus Hodgkin) und
  • Non-Hodgkin-Lymphom (NHL).

Bei Non-Hodgkin-Lymphomen gibt es wiederum zwei große Gruppen:

  • B-Zell-NHL (bösartiges Wachstum eines B-Zell-Klons) und
  • T-Zell-NHL (bösartiges Wachstum eines T-Zell-Klons).

Generell sind T-Zell-Lymphome viel seltener als B-Zell-Lymphome, wobei sie sich oft im Bereich der Haut manifestieren.

Beispiele für T-Zell-Lymphome sind:

  • kutanes (die Haut betreffendes) T-Zell-Lymphom,
  • Mycosis fungoides (manifestiert sich im Bereich der Haut),
  • Sézary-Syndrom (manifestiert sich im Bereich der Haut mit Ausschwemmung ins Blut) etc.

Für die Diagnose dieser Erkrankungen spielt die Leukozytentypisierung aus Blut sowie anderen Körperflüssigkeiten bzw. Punktaten eine große Rolle. Mit diesem Laborverfahren kann die Klonalität der bösartigen T-Zellen nachgewiesen werden. Auf der anderen Seite sind aber oft auch Gewebeuntersuchungen (sogenannte histologische Untersuchungen) sowie genetische Untersuchungen für die exakte Diagnosestellung erforderlich.

Die Behandlung hängt schließlich von der jeweiligen Erkrankung ab. Sie umfasst bei den T-Zell-Lymphomen:

Synonyme: CD3-Lymphozyten, T-Zellen, T-Zellen (3+) [Lymphozyten] relativ/absolut (3RLY/3ABS)
LOINC: 8124-0Y, 8122-4

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre

Prozent (%) der Lymphozyten

Zellen/µl (Zellen pro Mikroliter)

55–84*%

690–2.540* Zellen/µl

55–84*%

690–2.540* Zellen/µl

55–84*%

690–2.540* Zellen/µl

55–84*%

690–2.540* Zellen/µl
*Für Kinder gelten andere Normalwerte        

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen Näherungsbereich dieser Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labor-Normalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborwert-Ergebnisse beeinflussen. Daher sollten immer nur die am jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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