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Retinol

Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, das vor allem in Innereien und bestimmten Gemüsesorten (z.B. Karotten) vorkommt. Ein Mangel an Vitamin A kann zu Haut- und Augenerkrankungen führen.

Warum wird Vitamin A im Blut bestimmt?

Vitamine sind besondere Nahrungsbestandteile, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Solche Nahrungsbestandteile nennt man essenziell. Diese müssen dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden.

Die Vitamine werden in zwei Gruppen geteilt:

  • fettlösliche Vitamine: Vitamin A, D, E und K
  • wasserlösliche Vitamine: Vitamine des B-Komplexes (B12), Vitamin C (Ascorbinsäure), Folsäure (Folat) u.v.m.

Im Blut können die folgenden Vitamine bei bestimmten medizinischen Fragestellungen gemessen werden:

  • Vitamin A: Darmerkrankungen, Nachtblindheit
  • Vitamin B12 und Folsäure: Abklärung einer Blutarmut
  • Vitamin D: Untersuchung des Knochenstoffwechsels

Was bedeuten niedrige/erhöhte Vitamin-A-Werte?

Eine Verminderung von Vitamin A im Blut kann folgende Ursachen haben:

  • Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes (Malabsorptionssyndrom),
  • Erkrankungen von Leber und/oder Bauchspeicheldrüse (Verdauungsstörungen),
  • Nierenerkrankungen (Eiweißverlust über die Nieren – „nephrotisches Syndrom“).

In folgendem Fall kann es zu einer Erhöhung von Vitamin A im Blut kommen:

  • Überdosierung von Vitaminpräparaten (Vitamin-A-Therapie bei Akne bzw. Psoriasis).

Weitere Informationen zu Vitamin A und seiner Vorstufe Provitamin A in der Ernährung finden Sie unter Vitamin A.

Synonyme: Vitamin A (VA)
LOINC: 14905-4

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
µmol/l (Mikromol pro Liter) 0,35–3,5 µmol/l 0,35–3,5 µmol/l 0,35–3,5 µmol/l 0,35–3,5 µmol/l

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen Näherungsbereich dieser Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labor-Normalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborwert-Ergebnisse beeinflussen. Daher sollten immer nur die am jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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