Magnesium (MG)
Magnesium ist einer der wichtigsten Mineralstoffe im Körper. Es findet sich vor allem innerhalb der Körperzellen und ist für die Energiebereitstellung sowie die Zellteilung wichtig. Bei bestimmten Symptomen wird aber die Bestimmung von Magnesium in Blut und Harn empfohlen. Dazu zählen Herzrhythmusstörungen, neurologische Störungen (z.B. Zittern), Krampfneigung, Magen-Darm-Erkrankungen etc.
- 17-ß-Östradiol
- ACTH (ACTH)
- Adrenocorticotropes Hormon
- Alpha-Fetoprotein (AFP)
- Beta-HCG (BHCG)
- CA 125 (C125)
- CA 15-3 (C153)
- CA 19-9 (C199)
- CA 72-4 (C724)
- Carcinoembryonales Antigen (CEA)
- Cobalamin
- Coeruloplasmin (COER)
- Corticotropin
- Cortisol (CORT)
- Cortisol bindendes Globulin (CBG)
- CYFRA 21-1 (CYFR)
- Dehydroepiandrosteron-Sulfat (DHEAS)
- Dihydrotestosteron (DHT)
- Estradiol
- Estriol
- Estron
- Folat
- Follikel-stimulierendes Hormon (FSH)
- Folsäure (FOLS)
- Gestagen
- Gonadotropine (FSH)
- Gonadotropine (LH)
- Humanes Choriongonadotropin (HCG)
- Insulin-like Growth Factor 1
- Kortikotropin
- Kortisol
- Kupfer (CU)
- Luteinisierendes Hormon (LH)
- Nebennierenrinden-Androgene
- Neuronenspezifische Enolase (NSE)
- Östradiol (E2)
- Östriol (E3)
- Östron (E1)
- Progesteron (PROG)
- Prolaktin (PRL)
- Prostataspezifisches Antigen (PSA)
- Retinol
- SCC-Antigen (SCC)
- Schilddrüsenhormon (T3)
- Schilddrüsenhormon (T4)
- Sexualhormon-bindendes-Globulin (SHBG)
- Somatomedin-C (IGF-I)
- Somatotropes Hormon (STH)
- Somatotropin
- Testosteron (TESTO)
- Thyreoidea-stimulierendes Hormon (TSH)
- Thyreotropin
- Thyroxin (T4)
- Transcortin
- Trijodthyronin (T3)
- Vitamin A (VA)
- Vitamin B12 (VB12)
- Vitamin C (VC)
- Wachstumshormon (HGH)
- Wachstumshormon (HGH)
Inhaltsverzeichnis
Warum wird Magnesium im Blut bzw. Harn bestimmt?
Magnesium ist einer der wichtigsten Mineralstoffe im Körper. Magnesium ist darüber hinaus auch der wichtigste Gegenspieler zum Kalzium im Stoffwechsel – mit positiven Effekten auf Blutdruck und Herz-Kreislauf-Regulation.
Sofern die Nieren gesund sind und einwandfrei funktionieren, kann es normalerweise nicht zu einem Magnesiumüberschuss im Körper kommen (Hypermagnesiämie).
Die Abklärung eines Magnesiummangels ist aber schwierig, da sich dieser Mineralstoff vor allem intrazellulär (98 Prozent) findet. Bei bestimmten Symptomen wird aber die Bestimmung von Magnesium in Blut und Harn empfohlen:
- Herzrhythmusstörungen,
- neurologische Störungen: z.B. Tremor (Zittern), Krampfneigung,
- Magen-Darm-Erkrankungen (Malabsorptionssyndrom) etc.
Was bedeuten erhöhte/niedrige Magnesiumwerte?
Erhöhte Magnesiumwerte im Blut finden sich bei folgenden Erkrankungen:
- Nierenversagen
- bestimmten Hormonerkrankungen (Morbus Addison – Unterfunktion der Nebennierenrinde)
Niedrige Magnesiumwerte im Blut finden sich bei folgenden Erkrankungen:
- zu geringe Magnesiumzufuhr: Alkoholismus, Magen-Darm-Erkrankungen,
- Magnesiumverlust über die Nieren: Einnahme von Entwässerungsmedikamenten (Diuretika), bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
- schwere Durchfälle, Erbrechen,
- Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).
Krampfneigung (Tetanie)
Unter dem Begriff Krampfneigung (Tetanie) versteht man eine oft anfallsartige Übererregbarkeit der Muskulatur. Dabei kann es zu den folgenden Beschwerden kommen:
- u.U. schmerzhafte Verkrampfungen,
- Gesichtszuckungen,
- Störungen der Sensibilität (gesteigertes bzw. vermindertes Schmerzempfinden).
Die Ursachen für eine Tetanie sind vielfältig, wobei insbesondere bestimmte Laborwerte (Elektrolyt- und Mineralstoffwerte im Blut) bedeutsam sind. Zur Abschätzung einer Krampfneigung anhand von Laborwerten existiert daher eine einfache Formel (György-Formel):
Gemäß dieser Formel steigt die Krampfneigung bei
- hohen Werten von Kalium, Phosphat sowie Bikarbonat im Blut und bei
- niedrigen Werten von Kalzium, Magnesium und Wasserstoffionen (hoher pH-Wert) im Blut.
Die Veränderungen dieser Laborwerte sind zumeist Ausdruck einer bestimmten zugrunde liegenden Erkrankung. Die häufigsten Ursachen sind:
- hormonelle Störungen:
- Erkrankungen der Schilddrüse: verminderte Bildung des Hormons Calcitonin (senkt das Blut-Kalzium) bzw.
- Erkrankung der Nebenschilddrüse: verminderte bzw. gesteigerte Bildung des Parathormons (steigert das Blut-Kalzium);
- Erkrankungen der Schilddrüse: verminderte Bildung des Hormons Calcitonin (senkt das Blut-Kalzium) bzw.
- chronische Nierenerkrankungen (Verlust von Kalzium und Magnesium sowie gestörte Bildung von Vitamin D);
- Magen-Darm-Erkrankungen (verminderte Aufnahme von Kalzium und Magnesium – sogenannte Malabsorption);
- angeborene Erkrankungen etc.
Die Behandlung der Tetanie richtet sich nach der Ursache. Im akuten Fall kann eine Therapie mit Kalzium erforderlich sein.
Weitere Informationen zu Magnesium in der Ernährung finden Sie unter Magnesium.
Weitere Informationen
LOINC: 2601-3, 2598-1
Referenzwerte
| Männer bis 18 Jahre | Männer über 18 Jahre | Frauen bis 18 Jahre | Frauen über 18 Jahre | Einheit |
|---|---|---|---|---|
| 0,7–1,0 mmol/L | 0,7–1,0 mmol/L | 0,7–1,0 mmol/L | 0,7–1,0 mmol/L | mmol/L (Millimol pro Liter) |
Hinweis
Referenzwerte dienen als Orientierungshilfe bei der Interpretation der Ergebnisse eines Laborbefundes. Unabhängig davon, ob Ihr Testergebnis innerhalb des Referenzbereichs des Labors liegt oder nicht, muss das Ergebnis in Zusammenhang mit Ihren persönlichen Merkmalen (Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft usw.), Krankengeschichte, Medikation und Ergebnissen anderer Untersuchungen betrachtet werden. Sie können einen Wert außerhalb eines Referenzbereichs haben und dennoch völlig gesund sein, und umgekehrt können Sie trotz unauffälliger Werte mit einer unentdeckten Erkrankung leben. Daher sollten diagnostische Untersuchungen (inkl. Laborwerte) immer von einer Ärztin bzw. einem Arzt angefordert und interpretiert werden. In verschiedenen Laboren kommen unterschiedliche Geräte und Testmethoden zum Einsatz, deren Referenzwerte nicht unbedingt deckungsgleich sind. Daher stellen die oben aufgelisteten Referenzbereiche lediglich einen Orientierungsrahmen dar.
Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Referenzwerte?
Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.
Letzte Aktualisierung: 13. November 2025
Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal
Expertenprüfung durch: Dr. Gerhard Weigl, Facharzt für Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Zusatzfach: Zytodiagnostik