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Kupfer (CU)

Kupfer ist ein wichtiges Spurenelement für den Zellstoffwechsel (Metalloenzyme).

Warum wird Kupfer im Blut bestimmt?

Kupfer wird mit der Nahrung aufgenommen, im Dünndarm resorbiert, gelangt dann über das Blut zur Leber und wird dort an sogenannte Metallothioneine gebunden. Der größte Teil des Kupfers verlässt die Leber als Coeruloplasmin (das Transporteiweiß für Kupfer im Blut). Die Ausscheidung von Kupfer erfolgt vor allem über die Galle und zu einem kleinen Teil über die Nieren.

Ein Kupfermangel führt zu Aktivitätsminderungen von Metalloenzymen. Das kann zu folgenden Störungen führen:

  • Blutarmut (Anämie),
  • Knochen- und Bindegewebsveränderungen,
  • neurologische Störungen.

Ein Beispiel für eine angeborene Erkrankung des Kupferstoffwechsels ist der

  • Morbus Wilson: Hierbei kommt es zu einer Störung des Kupfereinbaus in das Transportprotein Coeruloplasmin. Die Folge sind Kupferablagerungen in Leber und Nervensystem (Leberzirrhose, neurologische Erkrankungen wie beispielsweise Demenz).

Zur Untersuchung des Kupferstoffwechsels können der Kupferspiegel im Blut sowie die Kupferausscheidung im Harn gemessen werden. Beim Morbus Wilson findet man eine gesteigerte Kupferausscheidung im Harn.

Was bedeuten niedrige/erhöhte Kupferwerte?

Ein verminderter Kupferspiegel im Blut bei gleichzeitig gesteigerter Kupferausscheidung im Harn spricht für einen

  • Morbus Wilson.

Erhöhte Kupferwerte im Blut können bei folgenden Erkrankungen vorkommen:

  • Entzündungen (Coeruloplasmin ist ein sogenanntes „Akute-Phase-Protein“ – d.h. ein Entzündungsprotein),
  • Lebererkrankungen,
  • Bluterkrankungen (Leukämien).
LOINC: 5631-7

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
µg/dl (Mikrogramm pro Deziliter) 64–117 µg/dl 79–131 µg/dl 64–117 µg/dl 74–122 µg/dl

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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