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Beta-HCG (BHCG)

Im Verlauf einer Schwangerschaft wird HCG von der Plazenta (Mutterkuchen) gebildet und stimuliert den Gelbköper zur weiteren Progesteronbildung, damit die Schwangerschaft aufrechterhalten bleibt.

Warum wird Beta-HCG im Blut bestimmt?

Beim Beta-HCG handelt es sich um einen Teil (Beta-Kette) des humanen Choriongonadotropins (HCG). Dieses Hormon wird normalerweise von der Plazenta nach Eintritt einer Schwangerschaft gebildet.

In der Labormedizin kann entweder das gesamte HCG-Molekül bzw. lediglich die Beta-Kette von HCG in Blut oder Harn gemessen werden.

Die biologischen Wirkungen von HCG umfassen vor allem

  • die Stimulation des Gelbköpers zur weiteren Progesteronproduktion und damit Aufrechterhaltung der Schwangerschaft.

HCG bzw. Beta-HCG werden aus folgenden Gründen bestimmt:

  • Messung im Harn: Schwangerschaftsnachweis (etwa acht bis zwölf Tage nach der Befruchtung positiv),
  • Messung im Blut: Nachweis bestimmter Tumore (Blasenmole, Chorionkarzinom, Keimzelltumore).

Was bedeuten erhöhte/niedrige Beta-HCG-Werte?

Für eine Erhöhung der Beta-HCG-Werte kommen die folgenden Ursachen infrage:

  • Schwangerschaft (insbesondere Mehrlingsschwangerschaft).
  • Down-Syndrom des Fetus.
  • bestimmte Tumorerkrankungen bei Mann und Frau.

Für niedrige Beta-HCG-Werte im Verlauf einer Schwangerschaft kommt vor allem die folgende Ursache infrage:

  • Schwangerschaftskomplikation (unzureichender oder fehlender Anstieg im Verlauf der Schwangerschaft).
Weitere Informationen zum Thema Schwangerschaft.
Synonyme: Humanes Choriongonadotropin (HCG)
LOINC: 21198-7

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre

U/l (Units pro Liter)

<5 U/l <5 U/l <5 U/l <5 U/l
Außerhalb der Schwangerschaft        

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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