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Thrombinzeit (THROZ)


Die THROZ ist ein Labortest zur Überprüfung, ob das Blut normal gerinnt. Dieser Test wird vor allem im Krankenhaus zur Überwachung spezieller blutgerinnungshemmender Therapien verwendet.

Warum wird die Thrombinzeit des Blutes gemessen?

Die THROZ ist ein Spezialtest zur Überprüfung der Blutgerinnung. Dieser Test wird vor allem im Krankenhaus zur Überwachung spezieller blutgerinnungshemmender Therapien verwendet:

  • Therapie mit Heparin:
    • Heparin ist eine Substanz, welche die Blutgerinnung hemmt.Heparin kann verabreicht werden, um die Entstehung von Blutgerinnseln (Thrombosen) zu verhindern.
  • Thrombolysetherapie:
    • Unter einer Thrombolyse versteht man die Auflösung eines Blutgerinnsels. Bei der therapeutischen Thrombolyse wird durch die Verabreichung von speziellen Substanzen versucht, die Auflösung eines Blutgerinnsels medikamentös herbeizuführen (z.B. bei Herzinfarkt oder Schlaganfall).

Was bedeuten erhöhte Thrombinzeitwerte?

Ursachen für eine verlängerte THROZ können sein:

  • Behandlung mit Heparin,
  • Thrombolysetherapie (z.B. mit Streptokinase, Urokinase),
  • Fibrinogenmangel (Fibrinogen ist der Vorläufer-Eiweißstoff von Fibrin, dem Hauptbestandteil des Blutgerinnsels).
Die Thrombinzeit ist ein wichtiger Laborwert zur Beurteilung von Veränderungen in der Blutgerinnung. Deren Funktionsfähigkeit hängt jedoch vom Zusammenspiel zahlreicher Faktoren ab. Warum dies so wichtig ist und wie die Blutgerinnung funktioniert, erfahren Sie unter Blutgerinnungssystem.

Synonyme: Plasmathrombinzeit
LOINC: 3243-3

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
sek (Sekunden) 10–24 sek 10–24 sek 10–24 sek 10–24 sek
abhängig von der Testmethode und vom Labor-Analysegerät        

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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