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Fibrinogen (FIBR)


Fibrinogen ist der Vorläufer-Eiweißstoff von Fibrin, dem Hauptbestandteil des Blutgerinnsels.

Warum wird Fibrinogen im Blut bestimmt?

Fibrinogen gehört zur Gruppe der Blutgerinnungsfaktoren.

  • Blutgerinnungsfaktoren: Das sind von der Leber gebildete Eiweißstoffe, die ein wichtiger Bestandteil der Blutflüssigkeit (Blutplasma) sind.

Fibrinogen ist der Vorläufer-Eiweißstoff von Fibrin, dem Hauptbestandteil des Blutgerinnsels.

In der Medizin wird Fibrinogen unter anderem aus folgenden Gründen im Blut gemessen:

  • bei Verdacht auf eine Störung im Blutgerinnungssystem,
  • bei akuten Entzündungen (hier ist Fibrinogen erhöht),
  • als Risikomarker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt), weil ein erhöhter Fibrinogenwert im Blut das Risiko für die Atherosklerose (Arterienverkalkung) steigert.

Was bedeuten erhöhte/erniedrigte Fibrinogenwerte?

Erhöhte Fibrinogenwerte im Blut findet man bei:

  • akuten Entzündungen (z.B. Verbrennungen, Verletzungen),
  • chronischen Entzündungen (Rheuma, Autoimmunerkrankungen) oder auch
  • in der Schwangerschaft.

Erniedrigte Fibrinogenwerte im Blut findet man bei:

  • Lebererkrankungen,
  • Verbrauch von Fibrinogen:
    • Diese Störung wird als „Verbrauchskoagulopathie“ (bzw. disseminierte intravasale Coagulation – DIC) bezeichnet. Dabei kommt es zu einer Gerinnungsaktivierung im gesamten Körper. Das ist ein lebensbedrohlicher Zustand (z.B. bei Schock, Fehltransfusion).

Fibrinogen ist ein wichtiger Laborwert zur Beurteilung von Veränderungen in der Blutgerinnung. Deren Funktionsfähigkeit hängt jedoch vom Zusammenspiel zahlreicher Faktoren ab. Warum dies so wichtig ist und wie die Blutgerinnung funktioniert, erfahren Sie unter Blutgerinnungssystem.

LOINC: 3255-7

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
g/l (Gramm pro Liter) 1,5–4,5 g/l 1,5–4,5 g/l 1,5–4,5 g/l 1,5–4,5 g/l

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen exemplarischen Näherungsbereich aus der medizinischen Fachliteratur für diese Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labornormalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborergebnisse beeinflussen. Daher dürfen immer nur die auf dem jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Liegen einzelne Laborwerte des Laborbefundes außerhalb der entsprechenden Referenzbereiche, darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich können auch bei Gesunden vorkommen. Außerdem hängen die Laborergebnisse auch von der vom jeweiligen medizinischen Labor eingesetzten Untersuchungsmethode ab (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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