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LKM-1-Antikörper (LK1AQ)

LKM-1-Antikörper sind Autoantikörper, die gegen bestimmte Strukturen des Zellplasmas (sogenannte „Zytochrom-P-450-Isoenzyme“) gerichtet sind. Sie treten bei bestimmten Autoimmunerkrankungen (z.B. Autoimmunhepatitis) auf.

Warum werden LKM-1-Antikörper im Blut bestimmt?

Antikörper sind spezielle Eiweißstoffe, die im Blut sowie auch in anderen Körperflüssigkeiten zu finden sind. Die Hauptaufgabe der Antikörper ist normalerweise der Schutz des Körpers vor allem, was dem Körper fremd ist (Bakterien, Pilze, Viren, Parasiten etc.).

Bei bestimmten Erkrankungen kann das Immunsystem Antikörper gegen den eigenen Körper bilden (sogenannte Autoantikörper). Diese Erkrankungen werden

  • Autoimmunerkrankungen genannt.

Die Ursachen für diese Erkrankungen sind unbekannt.

Bei Autoimmunerkrankungen kommt es zu Entzündungsreaktionen in Organen und verschiedensten Körpergeweben. Die Lokalisation sowie Schwere der Entzündung hängen dabei von der Art und der Menge der gebildeten Autoantikörper ab.

  • LKM-1-Antikörper sind Autoantikörper, die gegen bestimmte Strukturen des Zellplasmas gerichtet sind – gegen sogenannte „Zytochrom-P-450-Isoenzyme“. Das Zytochrom-System ist für den Abbau von Giftstoffen aller Art in den Leberzellen verantwortlich. Auf diesem System basiert eine der Hauptfunktionen der Leber (neben der Gallenproduktion und der Bildung von Bluteiweißstoffen) – die Entgiftungsfunktion der Leber.

LKM-Antikörper können gegen verschiedene Zytochrome gerichtet sein (LKM-1, LKM-2, LKM-3). Medizinisch am wichtigsten sind LKM-1-Antikörper.

Was bedeutet ein positiver LKM-1-Antikörpernachweis im Blut?

Ein positiver Nachweis von LKM-1-Antikörpern kann einen Hinweis auf die folgende Autoimmunerkrankung darstellen:

  • Autoimmunhepatitis.

Autoimmunhepatitis (AIH)

Die Autoimmunhepatitis ist eine chronisch entzündliche Lebererkrankung unbekannter Ursache. In 80 Prozent der Fälle sind Frauen betroffen.

Die Beschwerden bei AIH umfassen folgende Symptome:

  • Leberentzündung mit entsprechenden Beschwerden (Schmerzen, Verdauungsstörungen etc.)
  • sogenannte extrahepatische Manifestationen – d.h. allgemeine Beschwerden, außerhalb der Leber
    • Schilddrüsenentzündung
    • rheumatoide Arthritis (Gelenksentzündungen)
    • Blutgefäßentzündung (Vaskulitis) etc.

Bei AIH sind im Blut in mehr als 95 Prozent der Fälle die folgenden Autoantikörper nachweisbar:

Eine ursächliche Behandlung der AIH gibt es nicht. Die Behandlungsmöglichkeiten umfassen daher

  • Entzündungshemmung sowie
  • Immunsuppression (Unterdrückung des Immunsystems).
LOINC: 30535-9

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
  negativ negativ negativ negativ

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen Näherungsbereich dieser Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labor-Normalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborwert-Ergebnisse beeinflussen. Daher sollten immer nur die am jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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