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Aktin-AK (AKAQF)

Antikörper gegen Aktin sind Autoantikörper, die gegen Strukturen im Inneren von quergestreiften Muskelzellen gerichtet sind. Sie können bei bestimmten Autoimmunerkrankungen (z.B. Myasthenia gravis) auftreten.

Warum werden Aktin-Antikörper im Blut bestimmt?

Antikörper sind spezielle Eiweißstoffe, die im Blut sowie auch in anderen Körperflüssigkeiten zu finden sind. Die Hauptaufgabe der Antikörper ist normalerweise der Schutz des Körpers vor allem, was dem Körper fremd ist (Bakterien, Pilze, Viren, Parasiten etc.).

Bei bestimmten Erkrankungen kann das Immunsystem Antikörper gegen den eigenen Körper bilden (sogenannte Autoantikörper). Diese Erkrankungen werden

  • Autoimmunerkrankungen genannt.

Die Ursachen für diese Erkrankungen sind unbekannt.

Bei Autoimmunerkrankungen kommt es zu Entzündungsreaktionen in Organen und verschiedensten Körpergeweben. Die Lokalisation sowie Schwere der Entzündung hängen dabei von der Art und der Menge der gebildeten Autoantikörper ab.

Eine besondere Form sind Autoantikörper gegen quergestreifte Muskulatur. Eine muskuläre Struktur, gegen die diese Antikörper gerichtet sein können, heißt

  • Aktin – eine Eiweißstruktur im Inneren von Muskelzellen, die für die Kontraktilität (sprich: Beweglichkeit, Anspannung) der Muskulatur mitverantwortlich ist.

Was bedeutet ein positiver Aktin-Antikörpernachweis im Blut?

Ein positiver Nachweis von Aktin-Antikörpern kann einen Hinweis auf die folgende Autoimmunerkrankung darstellen:

  • Myasthenia gravis

Myasthenia gravis

Die Myasthenia gravis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der es zu einer Störung der Kommunikation zwischen Nervensystem und Muskulatur kommt. Aus diesem Grund funktioniert die Muskulatur nicht mehr ordnungsgemäß, da die „Befehle“ des Gehirns der Muskulatur nur noch eingeschränkt mitgeteilt werden können.

Die Beschwerden bei Myasthenia gravis können folgende Symptome umfassen:

  • Rasche Ermüdbarkeit der Muskulatur bei Belastung;
    • besonders betroffen sind die Muskelpartien im Bereich der Augen (Sehen von Doppelbildern), des Gesichts, des Rachens (Schluckbeschwerden) und der Arme.
  • Auftreten von Vergrößerungen bzw. Tumoren der Thymusdrüse (auch Bries genannt – ein Organ des lymphatischen Systems im vorderen Bereich des Brustkorbes hinter dem Brustbein gelegen).

Bei Myasthenia gravis können im Blut folgende Autoantikörper nachweisbar sein:

Eine ursächliche Behandlung der Myasthenia gravis gibt es nicht. Die Behandlungsmöglichkeiten umfassen daher

  • Entzündungshemmung,
  • Immunsuppression (Unterdrückung des Immunsystems) sowie
  • Verbesserung der Signalvermittlung zwischen Nervensystem und Muskulatur (Gabe von Medikamenten aus der Gruppe der sogenannten Cholinesterase-Hemmer).
Synonyme: Antikörper gegen quergestreifte Muskulatur
LOINC: 53979-1

Referenzwert

Einheit Referenzbereich      
  Männer bis 18 Jahre Männer über 18 Jahre Frauen bis 18 Jahre Frauen über 18 Jahre
  negativ negativ negativ negativ

Hinweis Die an dieser Stelle angeführten Referenzwerte dürfen nicht für die Interpretation eines Laborbefundes verwendet werden, da es sich hierbei um einen Näherungsbereich dieser Labormessgröße in der jeweils untersuchten Körperflüssigkeit handelt. Grundsätzlich hängen Labor-Normalwerte von Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten ab. Darüber hinaus können auch tageszeitliche Schwankungen bzw. eine Reihe von biologischen Rhythmen die Laborwert-Ergebnisse beeinflussen. Daher sollten immer nur die am jeweiligen Laborbefund ausgewiesenen Referenzwerte für die medizinische Interpretation herangezogen werden. Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden die gleiche Methode). Mehr Informationen finden Sie unter: Was sind Normalwerte?

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