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Narbe am Knie mit Naht © dziewul

Narben und Narbenbehandlung

Narben entstehen bei der Heilung einer Wunde nach einer Hautverletzung. Die Narbenbildung ist der letzten Schritt einer erfolgreichen Wundheilung. Narben ersetzen die verletzte oder zerstörte Haut durch Bildung von weniger elastischem Ersatzgewebe. Narben verändern sich mit der Zeit (Narbenreifung), wobei manche Narben ganz verschwinden und andere Narben ein Leben lang sichtbar bleiben. Patientinnen und Patienten können auch selbst einen Beitrag leisten, damit eine Narbe möglichst gut verheilt, z.B. durch Pflege der Narbe oder Sonnenschutz. In seltenen Fällen kommt es dazu, dass Narben wuchern. Es bilden sich atrophe Narben, hypertrophe Narben oder Keloide. Diese Narben können schmerzhafte Beschwerden verursachen und für die Betroffenen zur psychischen Belastung werden. Es gibt verschiedene Therapien für auffällige oder krankhafte Narben . . .

Wie Narben entstehen 

Eine frische Wunde schließt sich zunächst mit provisorischem, wenig stabilen Granulationsgewebe. Danach wachsen Fasern von Kollagen in das Granulationsgewebe ein. Die Blutzufuhr ist erhöht. Die frische Narbe ist zunächst rot und erhaben. Nach einiger Zeit (Monate bis Jahre) geht die Durchblutung zurück und das Kollagen zieht sich zusammen. Die Narbe sinkt ein, wird weicher und blasser. Nach ungefähr zwei Jahren ist die Bildung der Narbe abgeschlossen. Aber auch danach kann eine Narbe ihr Aussehen verändern.

Verschiedene Faktoren beeinflussen bei der Entstehung einer Narbe ihre Größe, Form, Aussehen etc.:

  • Größe und Art der Wunde,
  • Lage der Wunde (an Stellen mit erhöhter Hautspannung bilden sich verstärkt Narben),
  • Wundhygiene und Wundheilung (Infektionen und eine gestörte Wundheilung führen zu verstärkter Bildung von Narben),
  • Alter (in jüngerem Lebensalter ist Narbenbildung stärker als in höherem Alter),
  • Medikamenteneinnahmen und Begleiterkrankungen,
  • Ernährungszustand und Immunstatus,
  • erbliche Faktoren und
  • Narbenpflege. 

Welche Formen gibt es? 

Am Ende der Heilung einer Wunde ohne Störungen und Komplikationen bilden sich meist flache, blasse und weiche Narben. Normalerweise verursachen diese keine Beschwerden, wie Rötungen, Verwachsungen und Juckreiz. Andere Verletzungen, vor allem tiefe und große Wunden, verheilen mit großen, manchmal auffälligen Narben.  

Durch Störungen in der Wundheilung kann es auch zu krankhaften Narbenbildungen kommen. Dazu zählen:  

  • Atrophe Narben (Narbenvertiefungen): Nach der Heilung der Wunde hat sich zu wenig Gewebe gebildet, um die Wunde ganz auszufüllen. Eingesunkene Narben sind oft eine Folge von Akne.
  • Narbenkontrakturen: Das Narbengewebe zieht sich stark zusammen und verhärtet. Narbenkontrakturen treten oft bei großflächigen Verletzungen, Wundentzündungen oder Verbrennungen auf. An der Narbe wirken Zugkräfte in verschiedene Richtungen. Sie sind kosmetisch nicht schön und können die Beweglichkeit, v.a. an Gelenken, einschränken. 
  • Hypertrophe Narben: Narben wachsen und wuchern überschießend stark. Die Narbenbildung bleibt jedoch auf das Wundgebiet beschränkt. Hypertrophe Narben entstehen meist an der Beugeseite von Gelenken und nach Verbrennungen. Sie können sich im Verlauf auch spontan oder durch Therapie zurückbilden.
  • Keloide (Narbenwülste, Narbenwucherungen): Das Narbengewebe wächst auch in die angrenzenden Hautbereiche hinein. Keloide bilden sich zunächst als gummiartige rote Bindegewebswucherung. Sie wird später dunkelrot, fest und juckt oft. Keloide bilden sich häufig bei Menschen mit dunkler Hautfarbe und meist an Schulter und Brust oder am Ohr. Die oberste Hautschicht von Keloiden ist dünn und verletzlich. Wundinfektionen erhöhen das Risiko für Keloide. Die überschießende Narbenbildung beginnt ca. drei bis vier Wochen nach der Verletzung. Die Wucherung kann über Jahre weiterwachsen. Keloide bilden sich nicht von selbst zurück.

Beschwerden

Große oder krankhafte Narben, wie hypertrophe Narben oder Keloide, können Beschwerden verursachen, z.B.

  • Brennen, Jucken, Schmerzen,
  • Spannungsgefühle der Haut und des darunter liegenden Gewebes,
  • eingeschränkte Beweglichkeit,
  • geringe Belastbarkeit der Haut,
  • Ansammlung von Flüssigkeit (Ödem) im Bereich der Narben,
  • beeinträchtigtes Empfinden, z.B. Temperatur, Schmerz, Tastsinn sowie
  • ästhetische bzw. kosmetische Beeinträchtigungen und psychische Belastung. 

Diese Beschwerden können eine Behandlung einer Narbe erforderlich machen. Wenden Sie sich an Ihre Ärztin/Ihren Arzt, um sich beraten zu lassen. 

Diagnose krankhafter Narben 

Zunächst wird die Ärztin/der Arzt die Anamnese aufnehmen und verschiedene Fragen stellen:

  • Wie lange besteht die Narbe?
  • Verursacht die Narbe Beschwerden?
  • Ist die Patientin/der Patient durch die Narbe eingeschränkt? 

Anschließend inspiziert die Ärztin/der Arzt die Narbe und beurteilt Wundheilung, Beschaffenheit der Narbe, Narbenform, Bildung von Ödemen und Durchblutung. Danach führt sie/er eine Tastuntersuchung durch, um zusätzliche Informationen über die Narbe zu bekommen, z.B. über den Tonus des Gewebes, Verwachsungen, Schmerzen etc.  Nach der Diagnostik schlägt die Ärztin/der Arzt einen Therapieplan vor und klärt die Patientin/den Patienten über wichtige Punkte der Therapie auf, z.B.

  • Was ist das Ziel der Therapie? (Zum Beispiel Verkleinerung der Narbe um ca. 50 Prozent nach ca. sechs Monaten.)
  • Wie gut sind die Erfolgschancen?
  • Wie wahrscheinlich sind neuerliche Narbenbildungen?
  • Welche Vor- und Nachteile hat die Behandlung?
  • Welche Nebenwirkungen können auftreten und wie wahrscheinlich sind sie?
  • Wie oft wird eine Therapie verordnet und wie lange dauert die gesamte Behandlung?
  • Was kann die Patientin/der Patient selbst beitragen?  

Therapien und Pflegemaßnahmen

Für die Behandlung von Narben stehen verschiedene Therapien und Pflegemaßnahmen zu Verfügung. Je nach Behandlung werden sie von z.B. von der Ärztin/vom Arzt oder nach ärztlicher Verordnung durch Physiotherapeutin/Physiotherapeut oder Ergotherapeutin/Ergotherapeut durchgeführt.

Für einen optimalen Behandlungserfolg wird die Patientin/der Patient angeleitet, selbst bestimmte Massagen und Pflegemaßnahmen wie Ausstreichen, Eincremen etc. durchzuführen.

Die Behandlungen verfolgen verschiedene Ziele: Die Durchblutung verbessern, Ödeme verringern, Rötungen, Juckreiz und Schmerzen lindern, die Elastizität des Gewebes verbessern, Verwachsungen (Kontrakturen, Adhäsionen) verringern sowie die Linderung von Schmerzen.

Maßnahmen zur Behandlung von Narben sind:

  • Leichte Massagen des Gewebes neben der Narbe und an der Narbe selbst (Zugmassage) zur Verbesserung der Elastizität der Narbe. Ev. werden Narbensalben oder -gels mit speziellen Wirkstoffen, z.B. Allantoin oder Dexpanthenol, vorsichtig in das Narbengewebe einmassiert.
  • Ausstreichen der Narbe und des Gebiets um die Narbe mit der Hand oder einem weichen Tuch in Richtung Herz bzw. Körpermitte, um die Lymphe zu aktivieren und Ödeme zu reduzieren.
  • Warme Bäder und Pflege der Narbe mit einem Pflegemittel, Olivenöl oder Ringelblumensalbe.
  • Ev. gezielte Therapien, um Schmerzen, Verwachsungen und krankhaften Narben vorzubeugen, z.B. manuelle Therapien, Dehnung, Mobilisation etc.
  • Kompression mit Tapes, Umschlägen etc.
  • Die Unterdruck-Vakuum-Massage (Schröpfen) wird vor allem bei kleinen lokalen Narben, z.B. am Ohr, Hals oder Gesicht angewendet. Die Narbe wird mit speziellen Saugaufsätzen sanft massiert und gedehnt.
  • Pflege der Narbe mit Silikon, um die Narbe feucht und geschmeidig zu halten. Dies soll der Entstehung von hypertrophen Narben oder Keloiden vorbeugen. Silikone sind als Gele, Cremen, Kissen, Auflagen und Folien erhältlich. Auch spezielle Salben oder Zwiebelextrakt können zur Pflege eingesetzt werden.
  • Ev. Zugabe ausgewählter Vitamine und Mineralstoffe.

Therapie krankhafter Narben 

Folgende spezielle Maßnahmen können bei auffälligen bzw. krankhaften Narben (atrophen oder hypertrophen Narben, Keloiden) angewendet werden:

Behandlung atropher Narben 

Einspritzen (Unterspritzen) von Füllsubstanzen, z.B. Kollagen: Ziel der Therapie ist, das fehlende Gewebe aufzufüllen. Der Effekt ist jedoch zeitlich begrenzt und es besteht die Gefahr von Entzündungsreaktionen.

Abschleifen (Dermabrasion): Eingesunkene Narben können auch durch Abschleifen der obersten Hautschicht bzw. der Narbenränder behandelt werden.

Behandlung von hypertrophen Narben und Keloiden

Einspritzen von Glukokortikosteroid (Kortison): Das Einspritzen von Glukokortikosteroid (Wirkstoff Triamcinolon) in die Narbe kann die übermäßige Bildung von Bindegewebe bei hypertrophen Narben und Keloiden hemmen. Dadurch soll das starke Narbenwachstum reduziert werden. Die Injektionen können schmerzhaft sein. Zu den unerwünschten Wirkungen bei zu tiefer Injektion zählen Gewebeschwund (Atrophie) und Pigmentstörungen. Die Erfolgsrate (Ansprechrate) bei Keloiden ist laut Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft hoch (zwischen 50 und 100 Prozent). Die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Bildung (Rezidiv) beträgt bis zu 50 Prozent. Vorher kann die Ärztin/der Arzt eine Vereisung (Kryotherapie) der Narbe durchführen, um die Injektion zu erleichtern. Bei Kindern sind Glukokortikosteroide aufgrund möglicher Nebenwirkungen kontraindiziert.  

Kryotherapie (Vereisung): Die Kryotherapie wird vor allem bei Keloiden und kleinen hypertrophen Narben angewendet. Die Narben werden mit flüssigem Stickstoff vereist und danach abgetragen. Die Behandlung kann entweder mit kurzer Vereisung (vor einer Glukokortikosteroid-Spritze) oder mit intensiver Vereisung durchgeführt werden. Nach der Vereisung bildet sich eine Blase mit nässender Wunde. Für eine ausreichende Wirkung muss die Behandlung öfter wiederholt werden. Dies ist jedoch erst nach Abheilen der Blase nach ca. vier bis sechs Wochen möglich.  

Druckbehandlung:  Durch Druckbehandlung einer Narbe soll die Reifung des Kollagens beschleunigt werden. Der Druck bewirkt eine Abflachung der Narbe, unterstützt die Umwandlung des Ersatzgewebes in funktionstüchtiges Gewebe und erhöht die Elastizität der Narbe. Der Druck sollte möglichst den ganzen Tag aufrechterhalten werden. Je nach Narbe dauert die Behandlung sechs Monate bis zwei Jahre. Bei den regelmäßigen ärztlichen Kontrollen erfolgt eine Dokumentation des Behandlungserfolgs. Eine Druckbehandlung ist möglich mit:

  • Elastischem Textilgewebe, z.B. Kompressionsanzug, -strümpfe, -handschuhe, -verband bei großen Narben, besonders nach Verbrennungen oder
  • Kunststoffmasken.  

Needling (Microneedling, Kollagen Induktion Therapie): Das Narbengewebe wird mit einem speziellen Roller mit vielen kleinen, dünnen Nadeln behandelt. Dabei entstehen winzige Verletzungen. Dies unterstützt die Wundheilung und regt u.a. die Bildung von Kollagen an. Die einfache, sichere und wirksame Therapiemethode wird z.B. bei Aknenarben, Verbrennungsnarben oder Dehnungsstreifen eingesetzt und kann ev. mit anderen Therapie kombiniert werden. 

Operation: Die chirurgische Behandlung von Narben wird meist frühestens nach einem Jahr erwogen, da sich vorher Narben auch von selbst zurückbilden können. Bei der Behandlung wird das Narbengewebe ganz oder teilweise entfernt. Anschließend wird die Wunde vernäht oder durch transplantiertes Gewebe ersetzt. Oft werden begleitende Therapien, z.B. Strahlentherapie bei Keloiden, angeschlossen. Die Behandlung kann aus verschiedenen Gründen angezeigt sein, wenn:

  • Narben die Beweglichkeit einschränken, z.B. bei Narben an Gelenken,
  • die Narbe erzeugt eine Zugspannung, die zu Wucherungen führt,
  • eine kosmetische Entstellung vorliegt oder
  • eine neue Wundheilung ohne krankhafter Narbenbildung mit passenden begleitenden Behandlungen eingeleitet werden soll.  

Lasertherapie: Mit speziellen Lasertechniken können hypertrophe Narben abgetragen und das Gewebe geglättet werden. Häufig sind mehrere Sitzungen notwendig. Als unerwünschte Nebenwirkungen können u.a. Krusten, Erytheme oder Infektionen auftreten. Bei bestimmten Keloiden kann die Ärztin/der Arzt eine Laserbehandlung in Kombination mit anderen Therapien vorschlagen, z.B. Glukokortikosterioid-Injektionen, Kryotherapie, Druckbehandlung etc. 

Bestrahlung: Durch Bestrahlung soll exzessives Zellwachstum beschränkt und eine normale Narbenbildung unterstützt werden. Die Bestrahlung wird kurz nach der operativen Entfernung einer krankhaften Narbe durchgeführt. Unerwünschte Nebenwirkungen sind z.B. vorübergehende Rötungen oder Schuppungen sowie chronische Hyperpigmentierungen und Depigmentierungen. Die Dosierung wird so gewählt, um das Risiko von unerwünschten Wirkungen möglichst gering zu halten. 

Silikoncreme: Silikon wird als Zusatztherapie von hypertrophen Narben oder zur Vorbeugung von hypertrophen Narben und Keloiden nach einer Operation eingesetzt. 

Was kann die Patientin/der Patient zur Heilung beitragen? 

Patientinnen/Patienten können selbst einen Beitrag leisten, damit eine Narbe möglichst gut verheilt. 

Narbenpflege 

Nach Anleitung der Ärztin/des Arztes oder der Therapeutin/des Therapeuten können verschiedene Pflegemaßnahmen selbst durchgeführt werden. Dazu zählen: 

  • Spannung und Zug an der Wunde vermeiden,
  • tägliches Bad der Narbe mit Kernseife,
  • leichtes Massieren der Narbe mit kreisenden Bewegungen zur Narbe hin, ca. fünf Minuten, mehrmals täglich,
  • Ausstreichen von Schwellungen und Ödemen,
  • Eincremen der Narbe, z.B. mit Olivenöl, Vaseline, silikonhaltiger Creme oder Ringelblumensalbe,
  • Umschläge und Kompressen mit Kamille, Lavendelöl oder Zwiebelextrakt. 

Narben und Sonnenschutz 

Narben haben eine blasse Farbe, da sie keine Melanozyten für die Farbbildung (Pigmentierung) enthalten. Mit der Zeit können jedoch Melanozyten in die Narbe einwandern. Wegen der fehlenden oder kaum vorhandenen Pigmentierung der Narbe hat die Haut an dieser Stelle kaum Schutz vor der UV-Strahlung. Daher ist Sonnenschutz mit geeigneten Sonnenschutzmitteln besonders wichtig, damit keine auffällige Narbe mit Hautschäden entsteht. Auch direktes Sonnenlicht und Solarien sollten für etwa sechs bis zwölf Monate nach der Wundheilung gemieden werden. 

Leben mit Narben 

  • Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung mit frischem Obst und Gemüse unterstützt die Heilung einer Narbe. Rauchen verschlechtert die Durchblutung und wirkt auch negativ auf die Heilung der Narben.
  • Hohe oder tiefe Temperaturen können frisches Narbengewebe reizen und die Umbauvorgänge der Narbe stören.
  • Auch enge Kleidung,  Verletzungen oder Belastungen (starker Zug oder Druck) können frische Narben reizen.
  • Narben können durch eine kosmetische Abdeckung (Camouflage) weniger sichtbar gemacht werden. Dieses spezielle Make-up ist für verschiedene Hauttypen z.B. in Apotheken erhältlich.
  • Narben können eine ästhetische Beeinträchtigung darstellen und für die Betroffenen psychisch belastend sein. Psychologinnen/Psychologen oder Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten bieten bei diesen Problemen Unterstützung. 

Wohin kann ich mich wenden?

Für die Behandlung von Narben können Sie sich an folgende Stellen wenden:

  • behandelnde Ärztinnen/Ärzte im Spital, z.B. nach einer Operation oder einer schweren Verletzung oder Verbrennung,
  • Hausärztin/Hausarzt (Ärztin/Arzt für Allgemeinmedizin),
  • Fachärztin/einen Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten (Dermatologie),
  • Hautambulanz,
  • eine Operation kann z.B. durch eine Fachärztin/einen Facharzt für Chirurgie oder für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie durchgeführt werden. 

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt (Behandlungsbeitrag) für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB, VAEB). Sie können allerdings auch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) in Anspruch nehmen. Nähere Informationen finden Sie unter Kosten und Selbstbehalte.

Bei bestimmten Untersuchungen (z.B.MRT) kann eine Bewilligung des leistungszuständigen Krankenversicherungsträgers (medizinischer Dienst – „Chefarzt“) erforderlich sein, ebenso wie bei bestimmten medikamentösen oder nicht medikamentösen Behandlungen (z.B. physikalische Therapie), in manchen Fällen erst beim Erreichen eines bestimmten Ausmaßes. Bei bestimmten Leistungen (z.B. stationäre Aufenthalte, Hilfsmittel und Heilbehelfe) sind – je nach Krankenversicherungsträger – Kostenbeteiligungen der Patientinnen/Patienten vorgesehen. Die meisten Krankenversicherungsträger sehen – teilweise abhängig von der Art des Heilbehelfs – eine Bewilligung vor. Für Medikamente auf „Kassenrezept“ ist die Rezeptgebühr zu entrichten. Über die jeweiligen Bestimmungen informieren Sie sich bitte bei Ihrem Krankenversicherungsträger, den Sie über die Website der Sozialversicherung finden.

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