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Symbolfoto Gespräch mit Psychologin/Psychologe © pressmaster

Das psychologische Gutachten

Psychologische Gutachten finden bei unterschiedlichsten Fragestellungen Anwendung, beispielsweise Klärung von Auswirkungen körperlicher Erkrankungen auf die Leistungsfähigkeit, zum Erlangen einer Waffenbesitzkarte, zu verkehrspsychologischen oder weiteren Fragestellungen...

Wer erstellt psychologische Gutachten?

Klinisch-psychologische Gutachten werden ausschließlich von klinischen Psychologinnen/klinischen Psychologen, gesundheitspsychologische Gutachten von Gesundheitspsychologinnen/Gesundheitspsychologen erstellt. Die„Richtlinie für die Erstellung von klinisch-psychologischen und gesundheitspsychologischen Befunden und Gutachten“ (2012) des Gesundheitsministeriums ist dabei als sogenannter Sorgfaltsmaßstab für diese Gutachten zu betrachten.

Was ist der Unterschied zwischen psychologischem Befund und Gutachten?

Gutachten sind begrifflich von Befunden zu unterscheiden. Klinisch-psychologische  bzw. gesundheitspsychologische Befunde (oder auch Berichte) stellen Ergebnisse einer klinisch-psychologischen bzw.  gesundheitspsychologischen Untersuchung dar. Diese beruhen auf einer dementsprechenden Fragestellung oder Verdachtsdiagnose.

Klinisch-psychologische bzw. gesundheitspsychologische Gutachen beantworten nachvollziehbar und schlüssig genau festgelegte Fragestellungen aus dem Bereich der klinischen bzw. Gesundheitspsychologie. Dies erfolgt auf Basis eines erhobenen Befundes, des Fachwissens (inklusive aktuellem Forschungsstand) sowie der Berufserfahrung und Reflexion von Alltagserfahrungen. Das Gutachten dient den Auftraggebern als Entscheidungsgrundlage.

Qualitätskriterien und Prinzipien eines psychologischen Gutachtens

Um psychologische Gutachten zu erstellen, benötigen Sachverständige spezielle Sachkenntnis zur jeweiligen Fragestellung. Sie müssen sich auf dem letzten Stand der wissenschaftlichen Kenntnisse orientieren. Sachverständige müssen neutral, unbefangen und unabhängig sein sowie transparent handeln. Es sollen geeignete Testverfahren zur Anwendung gelangen, die eine möglichst umfassende Sammlung von Informationen erlauben. Dabei ist auf die Zumutbarkeit für die Patientin/den Patienten zu achten. Das Ergebnis des Gutachtens muss nachvollziehbar und schlüssig sein.

Zudem muss von Beginn an klargestellt und vereinbart werden, dass die Tatsachen im Zusammenhang mit dem Gutachten keine Geheimnisse laut Verschwiegenheitspflicht sind und einem festgelegten Personenkreis mitgeteilt werden. Alle Befundergebnisse, die nicht für die Erstellung des Gutachtens relevant sind, sind jedoch vertraulich zu behandeln. 

Arten von psychologischen Gutachten

Folgende Gutachten sind möglich:

  • Gerichtsgutachten,

  • Privatgutachten,

  • Gutachten für Verwaltungsbehörden,

  • Parteiengutachten (von einer Streitpartei in Auftrag gegeben) sowie

  • Obergutachten (bei sich widersprechenden Gutachten).

Wer kann ein Gutachten in Auftrag geben?

Gutachten können prinzipiell von jeder Person in Auftrag gegeben werden (Privatpersonen, juristische Personen, Verwaltungsbehörden, Gerichte). Psychologische Gutachten vermitteln Erfahrungswerte für Entscheidungen. Die Sachentscheidung trifft jedoch die Auftraggeberin/der Auftraggeber, nicht die Sachverständige/der Sachverständige. 

Wohin kann ich mich wenden?

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Der Preis der Gutachtenerstellung ist vom Auftraggeber zu entrichten. Er richtet sich nach verschiedenen Faktoren, z.B. Zeitaufwand, Wegstrecken, dem Umfang der Fragestellungen und des Gutachtens.

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