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Alternativmedizin-Therapie © Monika Wisniewska

Komplementärmedizin: Was ist das?

Unter Komplementärmedizin wird ein breites Spektrum von Disziplinen und Behandlungsmethoden zusammengefasst, die auf anderen Modellen der Entstehung von Krankheiten und deren Behandlung basieren als jene der Schulmedizin. Die Palette umfasst völlig unterschiedliche Methoden von Akupunktur über Homöopathie und Kneippmedizin bis hin zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) . . .

Ergänzung zur Schulmedizin

Oft fehlt für eine Methode der wissenschaftliche Nachweis der Wirksamkeit. Ihre Anwendung beruht vielfach auf Erfahrung und subjektiver Beurteilung von Patientinnen/Patienten und Behandelnden. Eine wichtige Rolle kann der Placeboeffekt spielen, der für den Krankheitsverlauf durchaus nützlich sein kann und oft auch bei schulmedizinischer Behandlung genutzt wird.

Um keinen gesundheitlichen Schaden zu erleiden, sollten Patientinnen/Patienten durch „alternative“ Methoden jedenfalls nicht von wirksamen schulmedizinischen Behandlungen abgehalten werden. Komplementärmedizin bzw. komplementäre Methoden werden daher als Ergänzung zur Schulmedizin gesehen.

Wer darf Krankheiten behandeln?

Zum Schutz der Patientinnen/Patienten sind die Diagnostik und Therapie von Krankheiten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten. Anerkannte Gesundheitsberufe haben gesetzlich klar definierte Aufgabenbereiche für die Krankenbehandlung. Aber auch bestimmte freie oder reglementierte Gewerbe bieten Dienstleistungen an, die im weiteren Sinn mit Gesundheit zu tun haben, z.B. Kosmetik, Fußpflege, Lebens- und Sozialberatung, Massage etc. Bei Anbieterinnen und Anbietern, die keine Ausbildung in einem Gesundheitsberuf absolviert haben, ist laut Gesundheitsministerium aufgrund fehlender medizinischer Grundkompetenzen jedoch nicht gesichert, dass sie eine Krankheit erkennen und zur Abklärung an eine Ärztin oder einen Arzt verweisen.

Um eine hohe fachliche Kompetenz zu gewährleisten, bietet die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) für eine Reihe komplementärmedizinischer Methoden profunde Ausbildungen an und vergibt nach deren Abschluss einschlägige Diplome. Diese Ausbildungsangebote richten sich ausschließlich an Ärztinnen und Ärzte.

Informationen, Checklisten und Empfehlungen

Das Gesundheitsministerium bietet auf seiner Website wichtige Informationen zum Thema Komplementär/Alternativmedizin. Beschrieben werden u.a.:

  • Anbieterinnen/Anbieter von Komplementärmedizin, 
  • Begriffsdefinitionen sowie
  • Rechtsgrundlagen, wer welche Tätigkeiten ausüben darf.

Zusätzlich sind Empfehlungen und Checklisten verfügbar, um Patientinnen und Patienten bei ihrer Entscheidung für oder gegen eine komplementäre Methode zu unterstützen. Sie erleichtern es Patientinnen/Patienten bzw. Konsumentinnen/Konsumenten, gezielt Fragen zu stellen, z.B. über Methode, Risiken, Ausbildung der Anbieterin/des Anbieters, Kosten etc., und so die Seriosität eines Angebots leichter zu überprüfen.

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