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Gesundheitsförderung und Gesellschaft

Kreis mit stilisierten Personen © Photocreo Bednarek

Ob wir gesund oder krank sind, hängt auch zu einem beträchtlichen Teil von den bestehenden Lebensverhältnissen und Umwelteinflüssen ab, in denen wir leben, arbeiten, spielen oder unsere Freizeit verbringen. Armut, geringe Bildung und soziale Ausgrenzung sind nach wie vor ein Nährboden für schlechte Gesundheit. Teilweise sind wir jedoch auch selbst durch unser Verhalten und unsere Lebensgewohnheiten für unseren Gesundheitszustand verantwortlich. Gesundheitsförderung hat das Ziel, gesunde Lebensbedingungen zu schaffen und Menschen zu einer gesunden Lebensführung zu motivieren . . .

Gesundheit und gesunde Lebenswelten

Das Verständnis von Gesundheit hat sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv gewandelt. Lange Zeit wurde Gesundheit in erster Linie als die bloße Abwesenheit von Krankheit verstanden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verhalf einem positiven Begriffsverständnis zum Durchbruch: Gesundheit wird als ein Zustand des umfassenden körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens verstanden.

Gesundheit in allen Politikfeldern

Viele wichtige Einflussfaktoren auf die Gesundheit finden sich außerhalb des Gesundheitssystems, zum Beispiel im Bereich der Arbeitsmarkt-, Bildungs-, Sozial-, Umwelt-, Verkehrs- oder Wirtschaftspolitik. Sie wirken Tag für Tag auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden, was sich z.B. in der Lebenserwartung, in der Entstehung von chronischen Krankheiten oder in der Anzahl der gesunden Lebensjahre niederschlägt. Daraus können gesundheitliche Ungleichheiten bei unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen entstehen.

Gesunde Gemeinden Österreich

„Gesundheit fördern, wo Gesundheit passiert“ – so lautet das Ziel der Initiative „Gesunde Gemeinde“. Durch innovative Angebote zur Gesundheitsförderung soll die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Menschen in Ihrer Gemeinde nachhaltig gesteigert werden. Viele österreichische Gemeinden haben sich bereits dazu entschlossen, eine „Gesunde Gemeinde“ zu werden.   

Gesundheitsziele für Österreich

Im Mai 2011 startete das Gesundheitsministerium im Auftrag der Bundesgesundheitskommission eine Initiative zur Entwicklung von umfassenden Rahmen-Gesundheitszielen für Österreich. Verschiedene Organisationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen wurden eingeladen, ihre für sie wichtigen Rahmen-Gesundheitsziele einzubringen und Verbesserungsvorschläge zu beschreiben. Über eine Internet-Plattform hatten auch alle Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, an der Entstehung der Ziele mitzuwirken. Ende Juni 2012 beschloss die Bundesgesundheitskommission die zehn Rahmen-Gesundheitsziele für Österreich. Die Ziele sollen als Rahmen für die Steuerung des Gesundheitswesens dienen und die Handlungsschwerpunkte für die nächsten 20 Jahre vorgeben. Oberstes Ziel ist, dass die Österreicherinnen und Österreicher zwei Jahre länger gesund leben können.

Bildungsnetzwerk – Fortbildungen in der Gesundheitsförderung

Gesundheitsförderung verständlich und wirkungsvoll zu vermitteln ist eine Sache für Profis. Praxisbezogene Gesundheitsförderung erfordert ein breites Bündel spezieller fachlicher, prozessspezifischer, strategischer und gruppendynamischer Qualifikationen. Die entsprechenden Kenntnisse werden im „Seminarprogramm Gesundheitsförderung Bildungsnetzwerk“ des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) vermittelt. Das Fort- und Weiterbildungsprogramm ist auf Menschen zugeschnitten, die in der Gesundheitsförderung und Prävention und tätig sind.

Gesunde Städte

Das „Netzwerk Gesunde Städte“ wurde 1992 in Graz als politischer Ausschuss des Österreichischen Städtebundes gegründet. Die Arbeit des Netzwerks basiert auf den Grundsätzen der Ottawa Charta für Gesundheitsförderung der WHO von 1986, die Gesundheit als wesentlichen Bestandteil des alltäglichen Lebens und Gesundheitsförderung als eine gesamt-gesellschaftliche Aufgabe sieht.  

WHO-Gesundheitsziele

Die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitserklärung (WHO) betonten 1998 in einer Grundsatzerklärung, dass es zu den Grundrechten eines jeden Menschen gehört, sich der bestmöglichen Gesundheit erfreuen zu können. Die Verbesserung der Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen stellt demnach das Ziel der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung dar. Die Mitgliedstaaten erklären des Weiteren, dass sie sich den ethischen Konzepten von Chancengleichheit, Solidarität, sozialer Gerechtigkeit und einer Perspektive, die unterschiedliche Bedürfnisse von Männern und Frauen berücksichtigt, verpflichtet fühlen.

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