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„Bio“-Check: Essen an Kindergarten & Schule

Kleinkinder beim Essen © Oksana Kuzmina
22.10.2018

Bio, regional und vegetarisch – das waren die Kriterien einer Untersuchung von Greenpeace Österreich zum Ernährungsangebot in öffentlichen Kindergärten und Schulen. Dabei zeigten sich große Unterschiede in den Bundesländern und Gemeinden. Der größte Aufholbedarf besteht laut Greenpeace hinsichtlich biologischer Lebensmittel.

Der Check zum Kindergarten- und Schulessen von Greenpeace Österreich hat das Mittagsangebot der öffentlichen Kindergärten und Schulen in den bevölkerungsreichsten Gemeinden jedes Bundeslandes plus Bundeshauptstadt Wien beleuchtet. Eine vorausgegangene Befragung zeigte bereits, dass die Qualität des Essensangebotes auch innerhalb eines Bundeslandes von Gemeinde zu Gemeinde stark variieren kann. „Manche Kinder bekommen regelmäßig regionales Bioessen mit viel gesundem Obst und Gemüse, anderen wird täglich industrielle Massenware unbekannter Herkunft vorgesetzt“, so das Fazit von Greenpeace.

Bio, regional & vegetarisch

Von Juni bis September 2018 befragte Greenpeace die Bürgermeisterinnen/Bürgermeister der drei größten Gemeinden jedes Bundeslands per E-Mail und telefonisch zum Mittagsangebot in den öffentlichen Kindergärten und Schulen. Insgesamt wurde in 25 Gemeinden erhoben, wie hoch der Anteil an biologischen sowie regionalen Lebensmitteln ist und wie oft den Kleinen vegetarische Mahlzeiten angeboten werden.

Die Fragestellungen lauteten:

  • Welcher Anteil der Lebensmittel in der Mittagsverpflegung in den öffentlichen Schulen und Kindergärten kommt aus biologischer Landwirtschaft?
  • Welcher Anteil der Lebensmittel in der Mittagsverpflegung in den öffentlichen Schulen und Kindergärten stammt aus regionaler Produktion?
  • Wie oft pro Woche steht in der Mittagsverpflegung in den öffentlichen Schulen und Kindergärten ein Fleischgericht bzw. ein fleischloses Gericht auf dem Speiseplan?

Aufholbedarf in vielen Gemeinden

Einzig eine Gemeinde erreichte bei der Befragung in allen drei Kategorien (Biologisches, Regionalität, Vegetarisches) ein gutes Ergebnis, das niederösterreichische Klosterneuburg. Zwei von drei „grünen Smileys“ in den Testkriterien erhalten Wien, Eisenstadt, Klagenfurt, St. Pölten, Linz, Salzburg, Villach, Wolfsberg, Saalfelden und Kufstein. Die restlichen untersuchten Gemeinden schnitten über alle drei Kategorien schlechter ab.

Schlusslicht Bio

Der größte Aufholbedarf besteht laut Greenpeace hinsichtlich biologischer Lebensmittel: Nur 5 der befragten 25 Gemeinden erreichen hier eine gute Bewertung. Darunter Wien, Villach, Wolfsberg, Klosterneuburg und Saalfelden. In der Bundeshauptstadt Wien sind an den Schulen 40 Prozent des Essens biologisch, in Kindergärten 50 Prozent. Im Vergleich der Landeshauptstädte bezüglich „Bio“ sind laut der Studie Klagenfurt und Innsbruck die Nachzügler. 

Hinsichtlich des Angebots an vegetarischen Mahlzeiten erhalten 10 der 25 Gemeinden eine gute Bewertung. Darunter Eisenstadt, Oberwart, Klagenfurt, St. Pölten, Klosterneuburg, Linz, Salzburg, Innsbruck, Kufstein und Telfs. Besonders häufig bekommen die Kinder in Klagenfurt eine fleischlose Mahlzeit: drei- bis viermal pro Woche kommt hier Vegetarisches auf den Teller.

Besser ist das Ergebnis bezüglich der Regionalität der angebotenen Produkte: Mehr als die Hälfte der Gemeinden erzielte in diesem Testkriterium eine gute Bewertung (14 von 25 Gemeinden). Am meisten regionale Lebensmittel (mindestens 90 Prozent) gab es an Kindergärten und Schulen in Saalfelden, Villach und Klagenfurt.

Die Ergebnisse im Detail sowie den gesamten Bericht zum Nachlesen finden Sie auf der Website von Greenpeace Österreich unter www.greenpeace.at

Mehr Information zur Ernährung im Kindergarten lesen Sie am Gesundheitsportal unter Checkliste: Gesund gegessen im Kindergarten?

Infos zur Ernährung in der Schule erhalten Sie unter Gesunde Pause.


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