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Startschuss für Initiative „Kinder essen gesund“

Kinder essen Brei © Andrey Kuzmin
Kinder essen Brei © Andrey Kuzmin
11.03.2020

Gesunde Ernährung beginnt im Kindesalter und sie baut auf einfachen Prinzipien auf. Am 10.03. startete eine österreichweite Initiative „Kinder essen gesund“ des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) in Kooperation mit der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES). Ziel dieser Initiative ist es, die Ernährung von Kindern im Alter von vier bis zehn Jahren zu verbessern. 

„Je früher Kinder merken, wie gut gesundes Essen schmecken kann, desto besser, denn im Erwachsenenalter fällt es oft schwer, Ernährungsgewohnheiten umzustellen“, so Gesundheitsminister Rudolf Anschober, der mit seiner Unterschrift den offiziellen Startschuss zur Umsetzung der österreichweiten Initiative „Kinder essen gesund“ des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) gegeben hat. Anschober und die anderen Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Charta setzen damit ein Zeichen zur Unterstützung des Ziels. Mit zahlreichen Maßnahmen und Projekten soll die Ernährung von Kindern im Alter von vier bis zehn Jahren verbessert werden. Aber auch Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Verantwortliche der Gemeinschaftsverpflegung in Kindergärten, Horten und Schulen können von dieser Initiative profitieren.

Sechs Prinzipien für die Ernährung von Kindern

Die vom Kuratorium des FGÖ verabschiedete Charta unterstützt sechs Prinzipien zur Ernährung bei Kindern im Alter von vier bis zehn Jahren:

  • Gesundes Essen und Trinken mit Genuss fördern!
  • Ernährungskompetenz stärken, richtige Entscheidungen treffen!
  • Gemeinschaftsverpflegung zum Wohl der Kinder verbessern!
  • Nachhaltige, regionale und saisonale Lebensmittel bevorzugen!
  • Alle Kinder haben ein Recht auf hochwertige Lebensmittel im Sinne gesundheitlicher Chancengerechtigkeit!
  • Qualität der Maßnahmen sichern! 

8.500 Kinder profitieren im ersten Schritt

Bereits im Jänner 2020 starteten vier Projekte in den Bundesländern Burgenland, Steiermark, Vorarlberg und Wien. Ziel der Projekte ist es, die Ernährungskompetenz zu stärken und den Fokus auf nachhaltige, saisonale und regionale Lebensmittel zu legen. Darüber hinaus wird Wissen über die Zusammensetzung von Lebensmitteln, über Inhaltsstoffe und über kompetentes Einkaufen vermittelt. Zudem wird thematisiert, was Essen mit Klimaschutz zu tun hat.

Über diese geförderten Projekte werden rund 8.500 Kinder in Volksschulen sowie deren Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen und Verantwortliche der Gemeinschaftsverpflegung erreicht.

Übergewicht und Adipositas haben auch in Österreich stark zugenommen

Ernährungs- und lebensstilassoziierte Erkrankungen, insbesondere Übergewicht und Adipositas, haben in den letzten Jahrzehnten auch in Österreich stark zugenommen. Diese Erkrankungen sind an der Entstehung schwerwiegender Folgeerkrankungen wie Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und Krebs beteiligt. Zudem verursachen sie langfristig auch enorme volkswirtschaftliche Kosten. „Falsche Ernährung hat massiven Einfluss auf die Entwicklung und auf die Leistungsfähigkeit von Klein- und Schulkindern. Umso wichtiger ist es, dass zum Thema Kinderernährung spielerisch sowie eltern- und kindergerecht Freude am gesunden Essen ohne erhobenen Zeigefinger vermittelt wird “, unterstreicht Dr. Klaus Ropin, Leiter des FGÖ.

Auch eine Erhebung der WHO zu Übergewicht und Adipositas bei Schulkindern an der Österreich vor zwei Jahren teilgenommen hat, zeigt wie wichtig die Umsetzung dieser Prinzipien ist. Demnach werden in Österreich ca. 30 Prozent der acht bis neun-Jährigen Buben und ca. 25 Prozent der Mädchen in dem Alter als übergewichtig oder adipös eingestuft.

Der FGÖ nimmt in der Gesundheitslandschaft auch die Rolle der Förderstelle für Gesundheitsförderung ein. Auf der Website www.kinderessengesund.at die ein wesentliches Element der Initiative ist, finden Interessierte Informationen zur Ernährung von Kindern. 

Weitere Informationen:

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