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Badegewässer-Datenbank: So sauber ist Ihr Lieblingssee

Mann springt in Bergsee © photog.raph
22.06.2017

Aktuelle Daten, wie sauber die Badegewässer heuer sind, können Sie online abfragen. Die Badegewässer-Datenbank der AGES bietet von Mitte Juni bis Ende August Informationen über die Wasserqualität heimischer Badegewässer. Mit einfachen Symbolen ist erkennbar, ob die Wasserqualität passt oder ein Badeverbot verhängt wurde. Wer sich über Badegewässer außerhalb Österreichs erkundigen möchte, findet in der interaktiven Badegewässerkarte der Europäischen Umweltagentur viele Infos über Strände und Seen.

Qualität der Badegewässer in Österreich

In der Badesaison 2016 entsprachen in Österreich alle 264 geprüften Badegewässer – Seen, Schotterteiche, Altarme etc. – den Qualitätsvorgaben der Badegewässerrichtlinie. 95 Prozent wiesen eine ausgezeichnete Wasserqualität auf, 4,2 Prozent eine gute Wasserqualität und 0,8 Prozent eine ausreichende Wasserqualität. Insgesamt wurden 264 österreichische Badegewässer beurteilt, 258 Badestellen an Seen und sechs an Flüssen.

In der Badegewässer-Datenbank ist für jedes Gewässer eine umfangreiche Beschreibung abrufbar. Dieses Badewasserprofil enthält Angaben u.a. zu den Badeplätzen, den Uferzonen, zur Gewässertiefe, zur vorhandenen Infrastruktur oder zu den Freizeitangeboten.

Tipps für ein ungetrübtes Badevergnügen in der Natur

Österreichs Badegewässer werden routinemäßig auf Enterokokken und E. coli untersucht. Beide Bakterien werden als Indikatoren für fäkale Verunreinigung gewertet. Das Verschlucken größerer Mengen von stark belastetem Wasser kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen.

Die Qualität eines Badegewässers kann sich während einer Saison verändern. Eine Rolle spielen Einschwemmungen von Bakterien aus gedüngten Wiesen durch starken Regen oder andere Einleitungen. Aber auch steigende Wassertemperaturen, bedingt durch warmes Klima und Hitzewellen, können das Badevergnügen trüben. Denn bei Wassertemperaturen um die 25 Grad und mehr können sich u.a. Zerkarien und Cyanobakterien ausbreiten.

  • Cyanobakterien („Blaualgen“) können Gifte bilden, die beim Verschlucken größerer Mengen Wasser zu Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Durchfall führen. Daher wird abgeraten, in einem Wasser zu baden, wenn Sie Ihre Füße im knietiefen Wasser wegen der „Algenblüte“ nicht mehr sehen können.
  • Infos, wie Sie einer Zerkariendermatitis vorbeugen finden Sie auf gesundheit.gv.at
  • Weitere Gesundheitstipps finden Sie auf der Webseite des BMGF.

Europäische Badegewässer-Datenbank

Mehr als 21.000 Standorte aus den EU-Mitgliedsstaaten, der Schweiz und Albanien finden sich in der europäischen Badegewässer-Datenbank der EUA. Rund zwei Drittel der Standorte sind Küstenstrände, der Rest besteht aus Flüssen und Seen. 

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