Wir haben Videos eingebettet, die auf externen Video-Plattformen (z.B. YouTube) liegen. Es besteht die Möglichkeit, dass externe Video-Plattformen Cookies setzen. Wenn Sie dem zustimmen, können solche Videos abgespielt werden. Dazu besuchen Sie bitte unsere Cookie-Einstellungen. Weitere Informationen bietet unsere Datenschutzerklärung.

Wir haben Videos eingebettet, die auf externen Video-Plattformen (z.B. YouTube) liegen. Es besteht die Möglichkeit, dass externe Video-Plattformen Cookies setzen. Wenn Sie dem zustimmen, können solche Videos abgespielt werden. Dazu besuchen Sie bitte unsere Cookie-Einstellungen. Weitere Informationen bietet unsere Datenschutzerklärung.

Wir haben Videos eingebettet, die auf externen Video-Plattformen (z.B. YouTube) liegen. Es besteht die Möglichkeit, dass externe Video-Plattformen Cookies setzen. Wenn Sie dem zustimmen, können solche Videos abgespielt werden. Dazu besuchen Sie bitte unsere Cookie-Einstellungen. Weitere Informationen bietet unsere Datenschutzerklärung.

Nikotin-Beutel: Jugend und Sucht

05.10.2026

Nikotin-Beutel sind unauffällig. Das macht sie für viele besonders ansprechend. Unter Jugendlichen hat sich der Konsum innerhalb weniger Jahre verdoppelt. Doch Nikotin-Beutel machen schnell süchtig. In der Pubertät kann Nikotin sogar der Gehirn-Entwicklung schaden.

Was sind Nikotin-Beutel?

Nikotin-Beutel, auch: Nikotin-Pouches, sind kleine Säckchen mit Nikotin. Man quetscht sie im Mund zwischen Backe und Zahnfleisch. Das Nikotin gelangt dann über die Mund-Schleimhaut ins Blut. Anders als bei z.B. Snus oder Kautabak, enthalten Nikotin-Beutel keinen Tabak. Da die Wirkung des Nikotins schnell einsetzt, machen Nikotin-Beutel schnell süchtig.

Nikotin-Beutel beliebt bei Jugend

Ein Bericht der Gesundheit Österreich zeigt, dass bei Jugendlichen der Konsum von Nikotin-Beutel beliebt ist. Besonders ansprechend sind diese Produkte für Jugendliche wegen u.a. verschiedener Aromen und ihrer unauffälligen Anwendung. Laut dem Bericht hatte sich innerhalb von nur zwei Jahren der Anteil an 15-Jährigen, die täglich Nikotin-Beutel konsumieren, verdoppelt (2022 bis 2024). Aufklärung und Jugendschutz sind daher besonders wichtig. Anpassungen der Gesetzeslage folgten und sollen dem Trend gegensteuern. Aktuell ist der Konsum von Nikotin-Beutel in Österreich erst ab 18 Jahren erlaubt.

Gesundheitliches Risiko

Nikotin-Beutel weisen teils große Unterschiede in den enthaltenen Nikotin-Mengen auf. Die uneinheitliche Kennzeichnung der Produkte erschwert zudem das Wissen um die konsumierte Dosis. Untersuchungen ergaben pro Beutel Mengen von 2 bis zu 50 mg Nikotin. Bei einem durchschnittlichen Konsum von 8 Beutel täglich, kann das u.a. bis zu Vergiftungs-Symptomen führen. Die verwendeten Aromen können zudem zur Vergiftung beitragen. Die Vergiftungs-Informations-Zentrale an der Gesundheit Österreich berichtet von einer kontinuierlich steigenden Anzahl an Anrufen wegen Vergiftungen durch Nikotin-Beutel.

Unmittelbare, gesundheitliche Auswirkungen von Nikotin-Beutel sind, u.a.:

  • Übelkeit, das Gefühl Erbrechen zu müssen,
  • Schwindel, Benommenheit,
  • Kopfschmerzen,
  • Reizungen der Mund-Schleimhaut.

Weitere Auswirkungen von Nikotin-Beutel auf Gesundheit u.a.:

  • Beeinträchtigung der Entwicklung des Gehirns in der Pubertät. Fachleute sprechen dabei von neuronaler Plastizität.
  • Entzündungen und Schäden an der Mund-Schleimhaut.
  • erhöhtes Risiko für Zahn-Erkrankungen, durch u.a. Veränderungen der Mund-Flora.
  • erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, durch u.a. Steigerung des Blutdrucks und der Herz-Frequenz.
  • geschwächtes Immun-System, u.a. durch erhöhte Entzündungs-Werte im Blut.
  • erhöhtes Krebs-Risiko, u.a. Mund-Rachen, Speiseröhre.

Viele gesundheitliche Folgen durch Nikotin-Beutel sind bislang noch schwer einzuschätzen, da die Produkte relativ neu sind und es noch keine Langzeitstudien gibt. Auch die Auswirkungen der oft verwendeten Aromen sind noch nicht ausreichend erforscht, so der Bericht abschließend.

Weitere Informationen unter:

Letzte Aktualisierung: 5. Oktober 2026

Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

Zurück zum Anfang des Inhaltes