Allergien und Klimawandel: Fakten und Trends
Der Klimawandel beeinflusst das Ökosystem auf vielfältige Weise und damit auch Pflanzen, die Pollenallergien bzw. Heuschnupfen auslösen können. Das Autorenteam nennt vier wesentliche Veränderungen:
- Längere Zeiträume des Pollenflugs: Langjährige Beobachtungen zeigen, dass sich die Pollensaison verschiebt. Die höheren Temperaturen und die gestiegene CO2-Konzentration in der Atmosphäre führen dazu, dass Pflanzen früher im Jahr blühen und auch länger blühen.
- Erhöhte Pollenkonzentration: Die gestiegene CO2-Konzentration in der Atmosphäre hat zur Folge, dass viele Pflanzen mehr und größere Pollen produzieren, insbesondere in städtischen Gebieten.
- Stärkere Allergenität der Pollen: Die veränderten atmosphärischen Bedingungen wirken sich auch auf die Allergenität aus, d.h. wie stark bestimmte Pollen eine Allergie auslösen können. Auch die Luftqualität spielt dabei eine Rolle.
- Breiteres Pollenspektrum: Das Spektrum der Pollenarten ändert sich einerseits durch die Verbreitung von Pflanzen, z.B. in höhere Lagen, und andererseits durch eingeschleppte Pflanzen, die sich stark ausbreiten, z.B. Ragweed (Ambrosia).
Veränderte Pollenbelastungen
Durch den Klimawandel verändert sich die Pollenbelastung, der Menschen heutzutage ausgesetzt sind. In langen Hitze- und Trockenphasen steigt die Belastung oft zusätzlich. Für Menschen mit einer Pollenallergie können sich die Beschwerden dadurch verstärken.
Zu den Auswirkungen veränderten Pollenbelastungen auf den Arbeitsplatz heißt es im GÖG-Bericht: Besonders betroffen sind Menschen, die überwiegend im Freien arbeiten, z.B. am Bau oder in der Landwirtschaft. Aber auch Menschen, die in Innenräumen arbeiten, sind durch Allergien oft in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt.
Wie eine Allergie entsteht
Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem des Körpers auf eigentlich harmlose Eiweißstoffe. Bei eine Pollenallergie befinden sich die auslösenden Stoffe – die Allergene – auf dem Blütenstaub bestimmter Pflanzen – den Pollen. Für Pollenallergiker:innen ist es wichtig, die Blütezeit bestimmter Pflanzen zu kennen, um Pollenbelastungen so gut wie möglich zu meiden.
Welche Faktoren Allergien begünstigen
Die Wissenschaft geht davon aus, dass sowohl genetische Faktoren als auch Einflüsse aus der Umwelt zur Entstehung von Allergien beitragen. Auch die Entwicklung des Immunsystems im Kindesalter, Hygieneverhältnisse, Tabakrauch und Luftschadstoffe können dabei eine Rolle spielen. Der Klimawandel verstärkt das Risiko für Allergien zusätzlich.
Weitere Informationen:
- Klimawandel und Gesundheit in Österreich: Daten, Fakten, Trends (GÖG)
- Klimawandel und Gesundheit am Arbeitsplatz (GÖG)
- Was ist eine Allergie?
- Pollenallergie
- Risikofaktoren für eine Allergie (Deutscher Allergieinformationsdienst)
Letzte Aktualisierung: 7. Mai 2026
Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal