Hitzetelefon 0800 880 800: Rat und Hilfe bei Hitze
Warum Hitze gefährlich werden kann
Warum Hitze belastend für die Gesundheit sein kann, wird oft unterschätzt. Der Körper versucht sich durch Schwitzen und eine verstärkte Durchblutung abzukühlen. Dabei verliert er Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe. Gelingt die Abkühlung nicht ausreichend, drohen Kreislaufprobleme, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen oder im Extremfall ein Hitzschlag. Besonders problematisch sind warme Nächte: Kann die Körpertemperatur nicht ausreichend sinken, fehlt die notwendige Erholung für Körper und Psyche.
Das Hitzetelefon: 0800 880 800
Um die Bevölkerung zu unterstützen, hat das Gesundheitsministerium das österreichweite Hitzetelefon eingerichtet: Unter der Telefonnummer 0800 880 800 erhalten Bürgerinnen und Bürger kostenlos persönliche Beratung und praktische Tipps für heiße Tage und Nächte. Expertinnen und Experten beantworten Fragen wie:
- Wie kann ich mich vor Hitze schützen?
- Was tun gegen Kreislauf- oder Schlafprobleme?
- Wie kann ich mein Baby vor Hitze schützen?
- Worauf sollten ältere Menschen bei Hitze achten?
- Wie können ältere Angehörige und pflegebedürftige Personen unterstützt werden?
Auch Fragen zu ausreichender Flüssigkeitszufuhr oder zum Schutz am Arbeitsplatz bei großer Hitze werden beantwortet. Wer im Freien oder körperlich arbeitet, sollte Belastungen möglichst in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegen. Viele wissen zudem nicht, dass Arbeitgeber verpflichtet sind, Beschäftigte vor gesundheitlichen Gefahren durch Hitze zu schützen und entsprechende Schutzmaßnahmen zu treffen. Auch dazu informiert das Hitzetelefon. Die Hotline wird von der Gesundheit Österreich betrieben.
Das Hitzetelefon ist erreichbar unter 0800 880 800
- Montag bis Freitag: 6 bis 22 Uhr
- Samstag: 8 bis 20 Uhr
- Sonntag und Feiertage: 8 bis 18 Uhr
Hinweis
Das Hitzetelefon ist keine Notrufnummer! Bei medizinischen Fragen rufen Sie das Gesundheitstelefon 1450. Bei Notfällen, z.B. Bewusstlosigkeit, Atemnot, Hitzschlag oder schweren Kreislaufproblemen, rufen Sie den Notruf 144.
Hitze: Besondere Vorsicht bei älteren Menschen, Kleinkindern und Babys
Ältere Menschen, chronisch Kranke, Kleinkinder und Babys sind besonders von einer Überhitzung gefährdet. Ältere Menschen empfinden weniger Durst und trinken daher oft wenig. Der Körper von Babys und Kleinkindern kann die Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren. Sie können daher schnell überhitzen oder austrocknen. Fachleute raten, regelmäßig Trinkwasser anzubieten, direkte Sonne zu meiden und auf Warnzeichen wie Schwindel, starke Müdigkeit, Verwirrtheit oder ungewöhnliche Teilnahmslosigkeit zu achten.
Hitze drückt auf die Psyche
Aktuelle Daten einer Umfrage der Gesundheit Österreich zeigen, wie sehr Hitze den Alltag vieler Menschen beeinträchtigt und welche Auswirkungen sie haben kann. Schlafprobleme durch Hitze verschlechtern die Erholung und das psychische Wohlbefinden. Die Daten zeigen u.a.:
- 6 von 10 Menschen haben Schlafprobleme wegen Hitze.
- Die Schlafprobleme sind in fast allen Altersgruppen ähnlich stark.
- Über die Hälfte der Menschen fühlt sich weniger leistungsfähig.
- Viele berichten von Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder körperliche Beschwerden.
- Viele berichten von psychischen Beschwerden wie z.B. Reizbarkeit, Unruhe oder schlechter Stimmung.
Weitere Informationen:
- Hitzetelefon (Gesundheitsministerium)
- Gesund bei Hitze
- Broschüre Sommer, Sonne Hitze (Gesundheitsministerium)
- Hitzebelastung und Alltagsstrategien der Bevölkerung im Sommer 2024 (Gesundheit Österreich)
Letzte Aktualisierung: 22. Juni 2026
Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal