Wir haben Videos eingebettet, die auf externen Video-Plattformen (z.B. YouTube) liegen. Es besteht die Möglichkeit, dass externe Video-Plattformen Cookies setzen. Wenn Sie dem zustimmen, können solche Videos abgespielt werden. Dazu besuchen Sie bitte unsere Cookie-Einstellungen. Weitere Informationen bietet unsere Datenschutzerklärung.

Wir haben Videos eingebettet, die auf externen Video-Plattformen (z.B. YouTube) liegen. Es besteht die Möglichkeit, dass externe Video-Plattformen Cookies setzen. Wenn Sie dem zustimmen, können solche Videos abgespielt werden. Dazu besuchen Sie bitte unsere Cookie-Einstellungen. Weitere Informationen bietet unsere Datenschutzerklärung.

Wir haben Videos eingebettet, die auf externen Video-Plattformen (z.B. YouTube) liegen. Es besteht die Möglichkeit, dass externe Video-Plattformen Cookies setzen. Wenn Sie dem zustimmen, können solche Videos abgespielt werden. Dazu besuchen Sie bitte unsere Cookie-Einstellungen. Weitere Informationen bietet unsere Datenschutzerklärung.

Mpox (Affenpocken): Fälle in Österreich

23.05.2022

Seit Mitte Mai treten in mehreren Ländern vermehrt Fälle von Mpox-Erkrankungen (Affenpocken-Erkrankung) auf. Auch in Österreich wurden den Behörden Fälle gemeldet. Die Wahrscheinlichkeit einer Ausbreitung des Virus durch engen Kontakt mit erkrankten Personen – auch Sexualkontakt – wird als hoch eingestuft. Ohne engen Kontakt wird das Risiko einer Übertragung als gering eingeschätzt. Wichtige Tipps zum Schutz vor übertragbaren Krankheiten hat das Gesundheitsministeriums in einem Merkblatt zusammengefasst.
 

Über die aktuelle Situation und die Zahl der Fälle von Mpox-Erkrankungen (Affenpocken-Erkrankungen) in Österreich informieren das Gesundheitsministerium und die AGES. Man vermutet, dass die aktuellen Fälle in Zusammenhang mit mehreren internationalen Großveranstaltungen stehen. Die Erkrankung ist seit einigen Wochen in Österreich meldepflichtig.

Mpox (Affenpocken): Übertragung und Symptome

Mpox (Affenpocken) sind eine Infektionserkrankung. Die auslösenden Viren sind mit den Pockenviren verwandt. Sie dürften ursprünglich von infizierten Nagetieren stammen, die in Afrika beheimatet sind. Die Infektionserkrankung gilt als Zoonose. Das heißt, die Virenerkrankung kann von Tieren auch auf den Menschen übertragen werden.

Eine Übertragung von Menschen zu Menschen ist laut dem deutschen RKI selten und nur bei engem Kontakt möglich: Bereits zu Beginn der Erkrankung kann eine Ansteckung über Tröpfchen beim Husten und Sprechen erfolgen. Mpox (Affenpocken) können zudem über Körperflüssigkeiten übertragen werden. Bei einigen Fällen scheint die Übertragung zwischen Sexualpartner:innen aufgrund von Haut- und/oder Schleimhautkontakt mit infektiösen Hautläsionen beim Sex der wahrscheinlichste Übertragungsweg zu sein, informiert das Gesundheitsministerium. Das Auftreten der Hautläsionen im Genitalbereich bei einigen Fällen deuten darauf hin. 

Der Hautauschlag ist sehr ansteckend, ebenso die daraus entstehenden Hautkrusten. Die erkrankten Personen bleiben während der gesamten Krankheitsdauer bis zum Abfall der Hautkrusten infektiös.

Der Erkrankung dauert ca. drei bis vier Wochen und heilt von selbst ab. Schwere Verläufe sind beim derzeit festgestellten Virus selten. Die Inkubationszeit liegt zwischen ca. sieben bis 21 Tagen. Erste Symptome der Krankheit sind meist hohes Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten. Manchmal tritt auch Durchfall auf. Nach einigen Tagen entwickeln sich Ausschläge an den Schleimhäuten, vor allem im Mund-Rachenraum – auch als Enanthem bezeichnet. Zudem entsteht ein Hautauschlag (Exanthem) meist im Gesicht, an den Armen und Händen. In der Folge bilden sich Pusteln und Bläschen. Diese verkrusten und heilen letztlich ab. Dabei können sich Narben bilden.

Frühere Pockenimpfung bietet guten Schutz

Fälle von Infektionen mit Mpox-Viren (Affenpockenviren) wurden erstmals 1970 in Afrika festgestellt. Die internationale Häufung von Fällen ab Mitte Mai 2022 sei ungewöhnlich. Ein möglicher Grund für den Anstieg der Fälle sei laut AGES, dass der bevölkerungsweite Impfschutz gegen die echten Pocken nachlässt. Da die Pocken ausgerottet sind, wird seit längerer Zeit auch nicht mehr gegen Pocken geimpft. Eine erhaltene Impfung gegen Pocken hat auch gegen die Mpox (Affenpocken) geschützt.

Impfung gegen Mpox (Affenpocken)

Seit Mitte Juli 2022 ist eine begrenzte Anzahl eines Impfstoffes gegen  Mpox (Affenpocken) in Österreich verfügbar. Eine Impfung der breiten Bevölkerung gegen das Mpox-Virus (Affenpockenvirus) wird vom Gesundheitsministerium nicht empfohlen und ist derzeit nicht vorgesehen.

Neues Merkblatt: Stay safe!

Expert:innen des Gesundheitsministeriums haben ein neues Merkblatt mit wichtigen Tipps zum Schutz vor übertragbaren Krankheiten erarbeitet. Das Merkblatt richtet sich an die Bevölkerung, vor allem an Teilnehmer:innen von Großveranstaltungen, Festivals und Feiern. Neben den Affenpocken behandelt dieses Infoblatt auch Sexuell übertragbare Infektionen und COVID-19. Neben Tipps zur Vorbeugung wird auch das Vorgehen beim Verdacht auf eine Infektion beschrieben.

Dazu Gesundheitsminister Johannes Rauch: „Das Auftreten der Affenpocken hat uns wieder bewusst gemacht, dass übertragbare Krankheiten auch jenseits von COVID-19 eine ständige Gefahr für unsere Gesundheit sind. Wo viele Menschen zusammenkommen und feiern, ist die Wahrscheinlichkeit der Übertragung besonders groß. Es ist deshalb wichtig, sowohl die Organisator:innen als auch die Teilnehmer:innen von Veranstaltungen aktiv zu informieren und so zum Schutz vor übertragbaren Krankheiten beizutragen.“

Weitere Informationen:

Letzte Aktualisierung: 3. August 2022

Erstellt durch: Redaktion

Zurück zum Anfang des Inhaltes