Neue COVID-19-Medikamente mit monoklonalen Antikörpern

22.12.2021

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat im Dezember 2021 drei COVID-19-Medikamente mit monoklonalen Antikörpern für die Zulassung empfohlen. Die erste Lieferung nach Österreich sei bereits erfolgt, so das Gesundheitsministerium. Hersteller und Ministerium betonen: Die neuen Medikamente sollen Risikopatientinnen und -patienten vor einer schweren Erkrankung bewahren. Sie sind jedoch keine Alternative zur Corona-Schutzimpfung.

Was sind monoklonale Antikörper?

Monoklonale Antikörper sind im Labor entwickelte Proteine. Sie können sich gezielt an Krankheitserreger binden und helfen, diese abzuwehren. Monoklonale Antikörper werden in der Medizin vielfältig eingesetzt, zum Beispiel in Medikamenten.

Die monoklonalen Antikörper in den neuen Medikamenten binden sich gezielt an das Spike-Protein des Coronavirus. Sie verhindern so, dass sich das Virus an eine menschliche Zelle binden kann. Spike ist das wichtigste Oberflächenprotein des SARS-CoV-2-Virus für die Infektion von Zellen. Bei den neuen COVID-19-Medikamenten werden monoklonale Antikörper eingesetzt, um die Infektion von Zellen zu blockieren.

Wofür werden die neuen COVID-19-Medikamente eingesetzt?

Eingesetzt werden die Medikamente bei Patientinnen und Patienten, die PCR-positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, aber keinen Sauerstoff benötigen. Die Verabreichung erfolgt präklinisch, also vor einer Behandlung im Krankenhaus. Damit soll ein Krankenhausaufenthalt vermieden werden.

Mitte Dezember gab es für insgesamt drei monoklonale Antikörper von verschiedenen Herstellern eine entsprechende EMA-Empfehlung für die Behandlung von COVID-19. Die ersten derartigen COVID-19-Medikamente wurden bereits am 21.12. nach Österreich geliefert, berichtet das Gesundheitsministerium in einer Aussendung.

Es gibt bereits drei Verträge zwischen dem Gesundheitsministerium und Unternehmen zum Kauf von mehreren tausend Therapiezyklen. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein betont jedoch: „Die Arzneimittel stellen keine Alternative zur Corona-Schutzimpfung dar, sondern sollen Risikopatientinnen und -patienten vor einem Krankenhausaufenthalt bewahren.“

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Letzte Aktualisierung: 22. Dezember 2021

Erstellt durch: Redaktion

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