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Toxoplasmose

weltweite Infektionskrankheit

Toxoplasmose ist eine häufige Infektionskrankheit. Sie wird durch den Parasiten Toxoplasma (T.) gondii verursacht. Dieser befällt Vögel, Säugetiere und Menschen als sogenannte Zwischenwirte. Endwirt ist die Katze. Im Darm der Katze vermehren sich die Vorstadien des Parasiten und werden mit dem Katzenkot ausgeschieden. Die T.-gondii-Parasiten können in der Umwelt viele Monate infektionstüchtig bleiben. Der Mensch steckt sich meist über verunreinigte Lebensmittel, kontaminiertes Wasser oder die Hände („Finger-Mund-Übertragung“) mit dem Toxoplasmose-Erreger an. Eine Infektion ist auch durch Verzehr von ungenügend erhitztem oder rohem Fleisch (vor allem Schweine-, Schafs- und Ziegenfleisch, aber auch Wild und Geflügel) möglich. Zudem können Lebensmittel, die in der Erde oder in Bodennähe wachsen (Obst, Gemüse) mit Toxoplasmen-Eiern verunreinigt (z.B. durch Katzenkot) und infektiös sein. In der Schwangerschaft kann bei einer Infektion der Erreger auch an das ungeborene Kind weitergegeben werden.

Bei gesunden erwachsenen Personen verläuft die Infektion mit T. gondii meist ohne Krankheitssymptome bzw. mit grippeähnlichen Symptomen und ggf. Lymphknotenschwellungen im Hals- und Nackenbereich. Ein besonderes Risiko ist die Infektion jedoch für Personen mit schwachem Immunsystem (z.B. HIV) und in der Schwangerschaft für das ungeborene Kind. Eine Erstinfektion in der Schwangerschaft kann durch gründliches Waschen von Obst und Gemüse vor dem Essen verhindert werden. Ebenso sollten die Hände nach der Verarbeitung von rohem Fleisch sowie nach der Gartenarbeit oder dem Besuch von Sandkisten gründlich gewaschen werden. Zudem erfordert der Umgang mit Hauskatzen sorgfältigste Hygiene. Ein Toxoplasmose-Test findet routinemäßig während der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen statt. Nähere Informationen und Hinweise finden Sie auf der Website des Sozialministeriums

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