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Frontotemporale Demenz

Seltene Form einer Demenzerkrankung

Bei neurodegenerativen Gehirnerkrankungen sind die vorderen, unter der Stirn liegenden Bereiche des Gehirns (Frontallappen) von einer krankhaften Schrumpfung betroffen. Diese Demenzform wird auch als frontotemporale Lobärdegeneration oder Pick-Komplex bezeichnet. Die Hauptform ist die frontotemporale Demenz und betrifft rund fünf Prozent aller Demenzerkrankungen.
Die Krankheit beginnt im mittleren Alter, meistens vor dem 65. Lebensjahr, selten nach dem 75. Lebensjahr. Charakteristisch sind asymmetrische Veränderungen im Bereich des frontalen und temporalen Lappens, die mittels spezieller bildgebender Verfahren (z.B. MRT) festgestellt werden können. Typische Symptome sind Persönlichkeitsveränderungen, Verhaltensauffälligkeiten, Störungen bei Sozialkontakten, emotionale Gleichgültigkeit und/oder Sprachstörungen.
Die Sprachstörungen können unterschiedlich ausgeprägt sein, z.B. Verwendung falscher Wörter, sinnlose Spontansprache, Stottern, übermäßiges Reden oder Verstummen. Bei bestimmten Formen ist Nachsprechen, Lesen oder Schreiben nach Diktat möglich, ohne dass die Betroffenen die Bedeutung erfassen. Nicht beeinträchtigt sind die Rechenfähigkeiten.

  

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