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Autoimmunkrankheit


Erkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen körpereigene Strukturen richtet 

Bei einer Autoimmunerkrankung (Autoimmunkrankheit) wehrt sich das Immunsystem nicht gegen von außen eingedrungene Fremdkörper, sondern gegen bestimmte körpereigene Organe, Gewebe oder Substanzen. Es erkennt körpereigene Strukturen irrtümlich als Feind und bildet dagegen Antikörper (sogenannte Autoantikörper). Diese können sich entweder spezifisch gegen Antigene eines Organs beziehungsweise Organsystems richten oder verschiedene Körpergewebe oder -systeme angreifen. Zudem existieren Mischformen. Es kommt zu Entzündungsreaktionen und zu Schäden an den betroffenen Organen oder Geweben. Autoimmunerkrankungen können unter anderem im Bereich des Knochen- und Stützapparates (rheumatische Erkrankungen) auftreten, aber auch Strukturen von Haut, Nerven, Darm, Gefäßen sowie der Schilddrüse befallen. In der Entstehung von Autoimmunerkrankungen spielen verschieden Faktoren eine Rolle, unter anderem eine genetische Veranlagung, das Geschlecht sowie Infektionen durch bestimmte Viren oder Bakterien. Bei der Behandlung dieser Erkrankungen werden oftmals Medikamente zur Unterdrückung des überaktiven Immunsystems verabreicht. 
Synonyme: Autoaggressionskrankheit, Autoimmunerkrankung (chronische)

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