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Haut, Haare und Nägel

Junge Frau © maram

Fast jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens mit Hauterkrankungen konfrontiert. Das Spektrum reicht von harmlosen, schnell abheilenden Verletzungen oder Infektionen bis hin zu mitunter lebenslang anhaltenden Krankheiten. Eine der häufigsten nicht ansteckenden Hauterkrankungen ist die Neurodermitis, die bereits mindestens jedes zehnte Kind betrifft . . .

Haut: Aufbau

Mit einer Fläche von eineinhalb bis zwei Quadratmetern ist unsere Haut sowohl Abgrenzung nach außen als auch Schutzschild. Dabei ist sie nur wenige Millimeter dick. Sie nimmt eine Fülle von Aufgaben wahr, ist u.a. für den Wärmehaushalt zuständig, am Stoffwechsel beteiligt, für das Immunsystem und die Verstoffwechslung von Hormonen wichtig. Die Körperhülle gibt uns außerdem Auskunft über Umwelteinflüsse. Nimmt die Temperatur zu, reagieren wir mit Schwitzen, bei Kälte überkommt uns Gänsehaut. Zudem machen Haut und Hautanhangsgebilde – wie Haare und Nägel – das einzigartige Erscheinungsbild jedes Einzelnen aus . . .

Haut: Funktionen

Die Haut ist elastisch, schützt vor Zug, Druck, Verletzungen, vor Wind und Wetter und vor dem Austrocknen. Sie hält außerdem Schmutz und Keime fern und ist für das Immunsystem sowie den Stoffwechsel wichtig – z.B. für die Bildung von Vitamin D. Damit uns die Haut gut „verteidigen“ kann, verfügt sie über einen speziellen Aufbau . . .

Akne

Akne (Acne vulgaris) ist weltweit die häufigste Hauterkrankung. Sie ist nicht ansteckend und tritt besonders häufig in der Pubertät auf. Rund 70 bis 95 Prozent aller Jugendlichen haben aknebedingte entzündliche Hautveränderungen. Typisch sind Pickel, Mitesser, Papeln, Pusteln und fettige Haut. Betroffen sind vor allem Gesicht und Oberkörper. Meistens klingt die Akne nach der Pubertät von selbst ab . . .

Ekzeme

Das Ekzem (Juckflechte, häufig auch Dermatitis genannt) ist die häufigste aller Hauterkrankungen. Nahezu jeder Mensch erkrankt zumindest einmal im Leben daran. Die Bezeichnung Ekzem ist ein Sammelbegriff für entzündliche, meist juckende, nicht ansteckende Hautkrankheiten, die in verschiedenen Formen auftreten . . .

Neurodermitis

Die Neurodermitis ist eine schubförmig auftretende, nicht ansteckende Hauterkrankung mit zunehmender Häufigkeit. Für die Entstehung wird ein Zusammenspiel von erblicher Anlage und Umweltfaktoren verantwortlich gemacht. Im Vordergrund der Beschwerden stehen entzündliche Hautveränderungen sowie erheblicher Juckreiz. Neurodermitis ist derzeit medizinisch nicht heilbar und erfordert jedenfalls eine qualifizierte ärztliche Betreuung . . .

Feuermal

Ein Feuermal (Naevus flammeus) ist eine gutartige, meist angeborene oder frühkindlich auftretende Fehlbildung der feinen Blutgefäße der Haut (Kapillaren), die sich als hell- bis blauroter Fleck zeigen. Feuermale zählen zu den seltenen Fehlbildungen der Haut und zeigen sich bei ca. zwei von 100 Neugeborenen, wobei Mädchen etwas häufiger betroffen sind. Sie sind nicht schmerzhaft und vergrößern sich nicht. Feuermale dehnen sich lediglich mit dem Körperwachstum aus . . .

Psoriasis

Die Psoriasis – auch Schuppenflechte genannt – ist eine der häufigsten chronisch entzündlichen Erkrankungen der Haut. In Österreich leiden rund 250.000 Menschen an Psoriasis. Ungefähr 80 Prozent davon sind an einer sogenannten Psoriasis vulgaris erkrankt. Typisch sind gerötete, stark schuppende und juckende Hautveränderungen . . .

Hyperhidrose

Wenn ein gesunder Mensch schwitzt, wird der Körper durch die Verdunstung des Schweißes gekühlt. Das passiert, um die Körpertemperatur konstant zu halten. Schwitzen schützt vor Überhitzung und ist lebenswichtig. Der Körper reagiert mit Schwitzen z.B. auf körperliche Anstrengung oder hohe Temperaturen. Je nach Bedingungen ist die Menge des Schweißes unterschiedlich . . .

Hautpilz

Unter Hautpilzerkrankungen (Dermatomykosen) versteht man durch Pilze hervorgerufene Infektionskrankheiten der Haut, der Haare und Nägel. Hautpilze bevorzugen warme und feuchte Lebensräume und können verschiedenste Körperregionen befallen. Füße, Hände, Nägel, aber auch der Intimbereich sind besonders häufig betroffen. Hautpilzinfektionen sind sehr verbreitet. Die Erkrankung heilt nicht von selbst ab und die Behandlung gestaltet sich mitunter äußerst langwierig . . .

Muttermale

Muttermale (Nävi) sind gutartige Fehlbildungen der Haut oder Schleimhaut, bei der normale Zellen oder Gewebe vermindert, vermehrt oder ungleichmäßig angeordnet vorkommen. Häufig wird auch der Begriff „Leberflecken“ verwendet. Diese umfassen jedoch eigentlich nur die am häufigsten vorkommende Untergruppe von Muttermalen, nämlich jene, die durch eine Vermehrung von Pigmentzellen (Melanozyten) entstehen. Nävi können bereits bei der Geburt vorhanden sein (kongenital) oder erst im Lauf des Lebens entstehen (erworben) . . .

Nesselausschlag (Urtikaria)

Nesselausschlag – auch als Nesselsucht oder Urtikaria bezeichnet – ist der Oberbegriff für eine Gruppe von unterschiedlichen Erkrankungen, die ein typisches Erscheinungsbild gemeinsam haben, nämlich das plötzliche Auftreten eines Hautausschlages, der meist stark juckt oder brennt. Er ähnelt jenen Reaktionen, die nach Kontakt mit einer Brennnessel auftreten . . .

Vitiligo

Die Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) ist eine entzündliche Hauterkrankung, bei der die Betroffenen im Lauf ihres Lebens charakteristische weiße, scharf begrenzte Flecken als Folge einer mangelhaften Hautpigmentierung entwickeln. In Europa tritt die Erkrankung bei etwa einem Prozent der Bevölkerung auf, wobei etwa die Hälfte der Betroffenen Kinder oder Jugendliche sind. Obwohl es sich um eine „gutartige“ Erkrankung ohne körperliche Beschwerden handelt, fühlen sich viele Patientinnen/Patienten wegen ihrer weißen Flecken von ihrer Umwelt stigmatisiert . . .

Warzen

Warzen sind ansteckende, meist gutartige kleine Wucherungen der Haut. Sie können in jedem Alter, in unterschiedlichsten Formen und an verschiedensten Körperstellen vorkommen. Etwa 50 Prozent der Menschen bekommen im Lauf ihres Lebens Warzen an den Händen oder Füßen. Bei rund zehn Prozent der Erwachsenen entwickeln sich Warzen im Intimbereich . . . 

Haut: Leistungen & Kosten

Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt bzw. das Ambulatorium direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB) . . .

Dekubitus

Ein Dekubitus – auch Wundliegen genannt – ist eine chronische Wunde, die von den oberflächlichen Hautschichten bis zum Knochen reichen kann. Ein Dekubitus entsteht, wenn auf bestimmten Körperstellen über lange Zeit Gewicht lastet. Durch den stetigen Druck wird das Gewebe unzureichend mit Blut bzw. Sauerstoff versorgt, geschädigt und stirbt langsam ab. Die häufigste Ursache für dieses Geschehen ist langes Liegen. Besonders gefährdet sind alte und unbewegliche Menschen sowie Menschen mit Diabetes . . .

Rosacea

Die Rosacea ist eine chronische, schubförmig verlaufende Hauterkrankung. Typisch sind entzündliche Veränderungen wie etwa Rötungen, erweiterte Äderchen, Knötchen oder Pusteln v.a. im Gesicht. Häufig sind die Augen mit betroffen. In schweren Fällen kann es zu knollenförmigen Wucherungen kommen, v.a. an der Nase. Meistens beginnt die nicht ansteckende Krankheit im Alter zwischen 30 und
50 Jahren . . .

Haarausfall

Vermehrter Haarausfall kann unterschiedliche Ursachen haben, beispielsweise genetische Veranlagung bzw. familiäre Vorbelastung, Schwangerschaft oder diverse Krankheiten. Nach dem Auslöser richten sich auch die jeweilige Therapie sowie die Erfolgschancen. Bei großem Leidensdruck kann neben Perücke & Co. auch eine psychologische Unterstützung hilfreich sein . . .

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