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Frau trinkt Wasser © goodluz
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Diagnostik und Therapie nach F.X. Mayr

Die Diagnostik und Therapie nach F.X. Mayr ist eine ganzheitliche diätetisch-physikalische Methode. Aufgrund der sensiblen Diagnostik werden die Therapieprinzipien Schonung, Säuberung, Schulung und Substitution individuell angewendet. Dadurch soll die Funktion aller Organsysteme und im Speziellen des Verdauungstraktes verbessert werden.

Was ist der Hintergrund?

Der Darm ist ein besonders wichtiges Organ des Menschen. Er ist nicht nur für die Verdauung zuständig, sondern steuert viele Mechanismen zur Gesunderhaltung des Menschen. Beispiele dafür sind das Immunsystem, das Mikrobiom – darunter versteht man im engeren Sinne die Gesamtheit aller den Menschen besiedelnden Mikroorganismen inklusive Darmflora – und der Tryptophan-Stoffwechsel.

Der österreichische Arzt und Forscher Dr. Franz Xaver Mayr lebte von 1875 bis 1965 und entwickelte die F.X. Mayr-Medizin v.a. in Wien und Karlsbad. Das Wichtigste in der Ernährung ist demzufolge nicht das „Was“, sondern das „Wie“. Die F.X. Mayr-Medizin lehrt u.a. das langsame Essen, gründliches Kauen, ausreichend Trinken und das natürliche Sättigungsgefühl. 

Seit den 1960er-Jahren bietet die Internationale Gesellschaft der Mayr-Ärzte regelmäßige Ausbildungs- und Weiterbildungskurse, und sie hat die Methode kontinuierlich weiterentwickelt. Heute haben Milch und Semmel weitgehend ausgedient. Vielmehr wird auf alle Intoleranzen Rücksicht genommen, Getreide reduziert, der Darm individueller geschont und das Gemüse mit seinen gesunden Wirkungen aufgewertet.

Wie funktioniert die Methode?

Die Diagnostik nach F.X. Mayr soll Abweichungen vom idealen Gesundheitszustand schon lange vor Ausbruch einer manifesten Erkrankung erkennen. Damit sollen eine individualisierte Vorsorgemedizin und die ursächliche Behandlung von diversen chronischen Beschwerden möglich sein. 

Bei einer F.X. Mayr-Kur werden morgens 250 ml einer isotonen Bittersalzlösung getrunken. Dadurch sollen der Gallenfluss und die Darmperistaltik gefördert, der Darm gereinigt und eventuelle Mikrobiom-Entgleisungen ausgeglichen werden. 

Diätetisch steht die Kauschulung im Vordergrund. Langsames Essen, gründliches Kauen und Einspeicheln, die Sensibilisierung des Geschmacksinns und das Erlernen eines natürlichen Sättigungsgefühls ermöglichen eine nachhaltige Verbesserung der Ernährungsweise und Gewichtsregulation. Die Auswahl der Nahrungsmittel und ihre Zubereitung zielen auf maximale Schonung des Verdauungstraktes ab und ermöglichen somit seine Regeneration.

Die ärztlichen manuellen Bauchbehandlungen sollen die Durchblutung des Bauches (Abdomens)verbessern, die Lymphe entstauen und die Leber unterstützen, den Darm tonisieren und gegen die Senkung der Baucheingeweide (Enteroptose) wirken. Dazu wird eine intensive ärztliche Betreuung und Beratung geboten.

Wenn nötig werden Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt, um einer unterschwelligen Übersäuerung des Gewebes, diversen Mangelzuständen, Funktionsstörungen und Entzündungen entgegenzuwirken.

Welche Einsatzgebiete gibt es?

Die Therapie nach Dr. F.X. Mayr soll die Grundlage für eine Neuorientierung der Ernährungs- und Lebensweise darstellen. F.X. Mayr-Ärztinnen/Ärzte sehen für diese Methode v.a. folgende Einsatzgebiete:

Gibt es wissenschaftliche Belege?

 Zur Diagnostik und Therapie nach F.X. Mayr existieren keine randomisierten, kontrollierten klinischen Studien.

Wohin kann ich mich wenden?

Die Österreichische Ärztekammer hat ein Diplom Diagnostik und Therapie nach Dr. F.X. Mayr geschaffen. Zugelassen für die Ausbildung sind in Österreich ausschließlich Ärztinnen/Ärzte. Von der Internationalen Gesellschaft der Mayr-Ärzte werden sogenannte Mayr-Häuser nach strengen Qualitätskriterien zertifiziert und regelmäßig überprüft.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten für komplementärmedizinische Behandlungen werden von den Krankenversicherungsträgern im Regelfall nicht und in wenigen Fällen nach chefärztlicher Bewilligung übernommen. Im Kur- und Rehabilitationsbereich ist für einzelne Leistungen eine zumindest teilweise Kostenübernahme vorgesehen. Es lohnt sich auf jeden Fall, beim zuständigen Krankenversicherungsträger nachzufragen. 

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