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Was ist neu 2018?

Symbolfoto 2018 © psdesign1
02.01.2018

Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) bringt eine Vorschau auf Neuregelungen, Daten und Fakten im Gesundheitswesen, die im Jahr 2018 geplant sind. Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung ausgewählter Punkte: Vom Ausbau der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) über Frauengesundheit, Gesundheitsberuferegister, Demenzstrategie bis zur Suizidprävention.

ELGA – Weiterentwicklung

Die Einführung der elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) in die fondsfinanzierten Krankenanstalten wurde 2017 plangemäß fortgeführt und soll im Jahr 2018 weitgehend abgeschlossen werden. Bislang hatten bereits mehr als drei Millionen Bürgerinnen und Bürger Kontakt mit ELGA. Mehrere Millionen Dokumente, Entlassungsbriefe, Labor- und Radiologiebefunde aus stationären Aufenthalten und Ambulanzbesuchen können von nachsorgenden Gesundheitseinrichtungen via ELGA eingesehen werden. Im ELGA-Zugangsportal haben nunmehr auch Eltern die Möglichkeit, sich in Vertretung (für ihre minderjährigen Kinder) in ELGA einzuloggen.

Im Frühjahr 2018 startet der Rollout von ELGA im niedergelassenen Bereich. Regional und zeitlich gestaffelt sollen in einem Zeitraum von mehr als einem Jahr niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Apotheken und Institute (Ambulatorien) an ELGA angebunden werden. 

Entwicklung von eHealth-Anwendungen  

eHealth-Anwendungen sollen Bürgerinnen und Bürger bei spezifischen gesundheitsbezogenen Angelegenheiten –  auch in Verbindung mit ELGA – unterstützen. Das Projekt eImpfpass (elektronischer Impfpass) soll 2018 in einen Testbetrieb übergeleitet werden. Das Pilotprojekt Telefon- und webbasiertes Erstkontakt- und Beratungsservice (TEWEB) wird plangemäß fortgesetzt. 2018 ist eine Evaluierung vorgesehen. 

Ernährung

Der Österreichische Ernährungsbericht 2017 stellt die Ernährungssituation der erwachsenen Bevölkerung (18 - 64 Jahre) dar. Ergänzend dazu wird im April 2018 ein Bericht über den Ernährungszustand und die Verzehrgewohnheiten von Schwangeren veröffentlicht.

Frauengesundheit

Der im Juni 2017 vorgestellte Aktionsplan Frauengesundheit ist der erste Aktionsplan dieser Art europaweit. Er umfasst 40 Maßnahmenvorschläge für eine gendergerechte, lebensphasenbezogene Gesundheitsförderung und -versorgung von Frauen. Die Schwerpunktthemen für 2018 sind: „Gesundheitliche Chancengerechtigkeit für sozioökonomisch benachteiligte Frauen mit Migrationshintergrund erhöhen“, „Bei Mädchen und jungen Frauen ein positives Selbstbild für ein gesundes Leben fördern“ und „Die psychische Gesundheit von Frauen stärken“.  

Gesundheitsberuferegister

Das Gesundheitsberuferegister-Gesetz, BGBl. I Nr. 87/2016 wird am 1.7.2018 in Kraft treten. Damit wird ein Gesundheitsberuferegister für Angehörige der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe und der gehobenen medizinisch-technischen Dienste geschaffen. Es wird aus Gründen der Qualitätssicherung und der Patientensicherheit eingerichtet und schafft u.a. Transparenz und Nachvollziehbarkeit für Berufsangehörige.  

Gesundheitsziele Österreich

Die Gesundheitsziele sollen den Rahmen für eine gesundheitsförderliche Gesamtpolitik in Österreich bieten und dazu beitragen, die gesunden Lebensjahre der in Österreich lebenden Bevölkerung bis 2032 zu erhöhen – unabhängig von Bildungsstatus, Einkommenssituation oder Lebensumständen. 2018 werden vier Arbeitsgruppen ihren Bericht vorlegen. 

Lösung für die Wartezeiten für CT- und MRT-Untersuchungen  

Am 28. März 2017 konnte zwischen dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und der Wirtschaftskammer eine Einigung betreffend die Wartezeiten für CT- und MRT-Untersuchungen erzielt werden. Ab dem Jahr 2018 soll jede Patientin/jeder Patient einen MRT-Termin maximal innerhalb von 20 Arbeitstagen, einen CT-Termin maximal innerhalb von 10 Arbeitstagen erhalten. Innerhalb dieser Frist soll die Terminvergabe je nach der Dringlichkeit der Untersuchung erfolgen. Ab sofort gilt, dass die Versicherten in Akutfällen umgehend, in dringenden Fällen innerhalb von fünf Arbeitstagen einen Termin als Sachleistung angeboten erhalten. Ob ein Fall medizinisch dringlich ist, ist dabei direkt zwischen der zuweisenden Ärztin/dem zuweisenden Arzt und der Fachärztin/dem Facharzt für Radiologie abzuklären. 

Nationaler Aktionsplan zur Antibiotikaresistenz 

Wegen der internationalen Entwicklungen wird der bestehende nationale Aktionsplans bis 2018 aktualisiert. Ziel ist, die Entstehung und Ausbreitung von antimikrobiellen Resistenzen nachhaltig zu vermindern.  

Österreichische EU-Ratspräsidentschaft 2018 

In der zweiten Hälfte des Jahres 2018 übernimmt Österreich zum dritten Mal den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Folgende Schwerpunkt sind für das BMGF geplant: „Lebensmittelwertschöpfungskette und Ernährungssystem“, „Sicherstellen des Zugangs zu Arzneimitteln“ sowie „Jugend- und Geschlechtergleichstellung“. 

Qualitätsstrategie und Patientensicherheitsstrategie  

Die „Qualitätsstrategie für das österreichische Gesundheitswesen“ (Version 2.0) wurde im Juni 2017 von der Bundes-Zielsteuerungskommission zur Veröffentlichung freigegeben. In Ergänzung dazu wird 2018 eine aktualisierte weiterentwickelte Fassung der österreichweiten Patientensicherheitsstrategie veröffentlicht werden. Die neue Version der Patientensicherheitsstrategie richtet sich an die verschiedenen Akteure und Akteurinnen im Gesundheitswesen, um sie dabei zu unterstützen, ihre Leistungen in einem sicheren Umfeld und in hoher Qualität zu erbringen. 

SUPRA – Suizidprävention Austria

Das bereits erarbeitete Konzept SUPRA – Suizidprävention Austria, stellt die Basis für eine nationale Suizidpräventionsstrategie dar. Kürzlich wurde SUPRA von der EU (Mental Health Compass) als best-practice-Modell qualifiziert. 2018 wird ein Bericht über die bisher umgesetzten Maßnahmen erscheinen. 

Umsetzung der Demenzstrategie „Gut leben mit Demenz“ 

Aktuellen Schätzungen zufolge leben in Österreich 130.000 Personen mit irgendeiner Form der Demenz. In der Demenzstrategie sind verschieden Maßnahmen vorgesehen, u.a. das Projekt „Menschen mit Demenz im öffentlichen Verkehr“. Es  hat das Ziel, die Gesundheitskompetenz von Mitarbeitenden in öffentlichen Verkehrsdienst-leistungsunternehmen zu steigern sowie eine verbesserte soziale Teilhabe von Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen durch den damit verbundenen Mobilitätsgewinn zu erreichen. Endprodukt des Projekts werden Leitlinien für Mitarbeitende in öffentlichen Verkehrsdienstleistungsunternehmen sein. Das Gesamtprojekt soll im Herbst 2018 abgeschlossen sein.

Weitere Informationen: Was ist neu im Jahr 2018? (BMGF)

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