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Kürzere Wartezeiten für CT- und MR-Untersuchungen

Ärztin betreut Patientin bei CT © Tyler Olson
15.01.2018

Seit Anfang 2018 gelten für alle Radiologie-Institute mit Kassenvertrag kurze Vorgaben für Wartezeiten bei CT- und MR-Untersuchungen. Dadurch sollen Patientinnen und Patienten rasch zu ihren Untersuchungsterminen kommen. Eine weitere Neuerung: Die Sozialversicherung präsentiert das ausgebaute, digitale Service-Portal MeineSV.at. Damit sollen allen Versicherten die Wege rund um Kranken- und Pensionsversicherung erleichtert werden.

Anspruch auf kurze CT- und MR-Wartezeiten 

Jede kassenversicherte Person hat Anspruch auf kurze Wartezeiten bei Untersuchungen mit Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MR), erklärt die Sozialversicherung in einer Aussendung. Seit Jahresbeginn 2018 ist für alle 133 Radiologie-Institute mit Kassenvertrag verpflichtend, dass Patientinnen/Patienten für eine CT binnen zehn Tagen und eine MR binnen 20 Tagen einen Termin bekommen müssen. In begründet dringenden Fällen, z.B. Tumorverdacht, hat die Terminvergabe innerhalb von fünf Tagen zu erfolgen. Und Akutfälle wie Schlaganfallpatientinnen/-patienten müssen sofort an die Reihe kommen. 

Die kurzen Spannen für Wartezeiten hatten Sozialversicherung und Wirtschaftskammer nach langen Verhandlungen im vergangenen Frühjahr vereinbart. Sie traten mit 1.1. 2018 für die Institute verbindlich in Kraft. „Wer eine CT- oder MRT-Untersuchung braucht, soll diese auch schnell erhalten“, betonte Alexander Biach, Verbandsvorsitzender des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger. „Darüber hinaus ist es einem Radiologie-Institut mit Kassenvertrag auch nicht gestattet, einen Privatpatienten vorzuziehen, der freiwillig Zuzahlungen machen würde, um schneller einen Termin zu bekommen.“ 

Die Institute sind zudem verpflichtet, die Wartezeiten auf ihrer Homepage zu veröffentlichen und laufend zu aktualisieren. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, müsse mit Konsequenzen rechnen, so die Sozialversicherung in einer Aussendung. Stichproben hätten aber gezeigt, dass die Wartezeiten bereits jetzt zu über 90 Prozent den Vorgaben entsprechen. 

MeineSV.at: Online-Portal mit 58 Versicherungsservices 

Am 10. Jänner präsentierte die Sozialversicherung das Online-Portal MeineSV.at. Damit können Versicherte auf viele Services der Sozialversicherung via Internet zugreifen – vom Computer, Smartphone oder Tablet. Voraussetzung für das Login ist – wie z.B. bei der Elektronischen Gesundheitsakte ELGA – eine Handy-Signatur oder Bürgerkarte. Dies garantiert laut Sozialversicherung das höchste Maß an Sicherheit und einen vertrauensvollen Umgang mit sensiblen Daten. 

MeineSV.at ermöglicht es, Anträge – z.B. für CT/MR, Kinderbetreuungsgeld oder Wahlarztrechnungen – digital an die Sozialversicherung zu übermitteln und damit schneller zu erledigen. Auch die Einsicht in Versicherungsdaten, z.B. Pensionskonto oder Versicherungszeiten, ist möglich. Alle sozialversicherten Personen ab 14 Jahren können das Portal nutzen. MeineSV.at wurde seit 2015 weiterentwickelt und ist nun in einer neuen Version verfügbar. Im Vollausbau werden 60 Services angeboten.  

Beispiele der Services auf MeineSV.at:

  • Arztbesuche anzeigen
  • Betriebliche Vorsorge (Abfertigung neu) anzeigen
  • E-Card nachbestellen
  • Elektronisches Bewilligungs- und Antragsservice
  • Heilbehelfe und Hilfsmittelrechnung einreichen
  • Krankenstand: Bestätigung anzeigen
  • Krankenstand: Gesund melden
  • Meine Daten und Mitversicherte anzeigen
  • Rezeptgebühren: Konto anzeigen
  • Urlaub: Krankenschein bestellen 

Derzeit stehen 58 Services zur Verfügung.

Weitere Informationen: 

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