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Sterblichkeit stieg 2020 aufgrund der Pandemie

Mund-Nasen-Schutz und Teelicht © Andreas Gruhl
Mund-Nasen-Schutz und Teelicht © Andreas Gruhl
02.03.2021

Die Corona-Pandemie führte im Jahr 2020 zu einer erhöhten Gesamtsterblichkeit in Österreich. Im Vorjahr starben 7.131 Menschen mehr als 2019. Das entspricht einem Anstieg von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Jeder 14. Sterbefall ging auf COVID-19 zurück. 

Im Jahr 2020 starben in Österreich den vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria zufolge insgesamt 90.517 Personen, darunter 6.477 Personen (7,2 Prozent) an COVID-19. Männer verstarben etwas häufiger (7,6 Prozent) an COVID-19 als Frauen (6,7 Prozent).

Die Todesfälle aufgrund von COVID-19 traten vor allem im höheren Alter auf: 97 Prozent der Betroffenen waren älter als 60 Jahre. Insgesamt war COVID-19 bei 8,4 Prozent aller Verstorbenen ab 80 Jahren, jedoch nur bei 0,9 Prozent der Verstorbenen unter 40 Jahren die ausschlaggebende Todesursache.

„Die höhere Sterblichkeit im Jahr 2020 geht zweifellos auf die Corona-Pandemie zurück“, erklärte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas in einer Aussendung. „Zum Höhepunkt der zweiten Corona-Welle übertraf die COVID-Sterblichkeit sogar die Sterblichkeit aufgrund von Herz-Kreislauferkrankungen, die in den letzten Jahren mit Abstand für die meisten Sterbefälle verantwortlich waren“, so Thomas.

Abgesehen von COVID-19 zeigte die Sterblichkeit der wichtigsten Todesursachen für 2020 keine Auffälligkeiten im Zeitverlauf, das galt auch für Suizide und Herz-Kreislauferkrankungen.

Häufige Begleiterkrankungen

Unter den 2020 an COVID-19 Verstorbenen litten knapp 30 Prozent auch an Bluthochdruck, der häufigsten Begleiterkrankung. Rund 20 Prozent hatte zusätzlich zu COVID-19 eine Nierenerkrankung. Etwas weniger häufig wurden zusätzlich Diabetes, eine ischämische Herzkrankheit oder eine demenzielle Erkrankung auf dem Totenschein vermerkt. Bei rund 10 Prozent traten zusätzlich eine chronische Atemwegserkrankung oder eine Krebserkrankung auf.  

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